Sehenswürdigkeiten Diyarbakir

Die südostanatolische Stadt Diyarbakir ist ein typisches Handels- und Verwaltungszentrum mit einer langen Tradition an den Ufern des Tigris. Leider ist die Stadt mehr durch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Kurden und türkischen Soldaten bekannt geworden und nicht durch seine Attraktivität. Diyarbakir ist nach wie vor die heimliche Hauptstadt der türkischen Kurden.

Die Stadt wird von einer der größten und besterhaltenen Basalt-Befestigungsanlagen der Welt dominiert, die zum Teil schon im Jahre 349 erschaffen wurde. Die bis zu fünf Meter dicken, gewaltigen Mauern der Anlage sind etwa fünf Kilometer lang und erreichen Höhen von zehn bis zwölf Metern. Und 82 Türme und vier Tore machen dieses Bauwerk noch beeindruckender. Im Inneren der Anlage befindet sich ein Hügel auf dem ein ganzer Stadtteil erbaut wurde: Viran Tepe. Es ist die Altstadt von Diyarbakir, die mit unzähligen kleine Gässchen begeistert. Hier befindet sich auch der schönste Bazar der Stadt, der natürlich jeden Tag geöffnet ist.

Das beliebteste Fest in Diyarbakir ist das “Wassermelonenfestival”. Hier werden Gewichtsrekorde der grün-schwarz gestreiften Wassermelonen aufgestellt. 40 bis 65 Kilogramm sind keine Seltenheit.

Besonders schön gelegen sind die Bereiche am Ufer des Tigris. Schon Atatürk, Begründer der “modernen” Türkei, hatte hier ein Haus. Es ist heute ein Museum, das man besichtigen kann.

Das Marktleben ist unglaublich bunt und lebendig. Um dem üblichen Trubel zu entgehen, sollte man am Sonntagvormittag einen oder mehrere Märkte besuchen. Angeboten wird hervorragendes Gemüse, Obst, Nüsse und Gewürze, aber auch Ramsch von billigen Elektrogeräten und Musikkassetten. Wer sich für türkische Unterwäsche interessiert, der trifft auf den Märkten auf eine enorme Auswahl.

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