Diyarbakir
Die türkische Stadt Diyarbakir liegt in Südostanatolien und direkt am Fluss Tigris. Sie bildet gleichzeitig das Zentrum der in der Türkei lebenden Kurden. Neueste Berechnungen ergeben dass die derzeitige Einwohnerzahl ungefähr 666 000 betragen muss. Im Vergleich dazu haben beispielsweise 1980 nur ca. 235 000 Einwohner in der Stadt gelebt. Daran sieht man schon wie sich die Stadt in den letzten knapp 30 Jahren entwickelt hat. Durch die vielen hier lebenden Kurden spricht ein Großteil der Menschen hier auch kurdisch oder beherrscht die türkische und auch die kurdische Sprache.
Für die Wirtschaft in der Türkei und auch im Gebiet rund um Südostanatolien ist Diyarbakir immens wichtig. Dennoch so ist auch hier, wie in vielen anderen Ländern das Problem, dass viele Menschen dem Land den Rücken kehren und in die Großstädte wie zum Beispiel Istanbul oder auch Ankara auswandern.
Ihren Namen hat die Stadt, so wird vermutet man, von einem Herrscher, der Bekir hieß. Aber es gibt auch noch andere Vermutungen, woher Diyarbakir letztenendes ihren Namen her hat.
Es gibt auch einige bedeutende Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu sehen. Zum Beispiel ist hier, so sagt man, eine der größten und am besten erhaltenen Befestigungsanlagen, die es weltweit noch gibt, zu sehen. Bei der Anlage kann ein Teil innen und ein anderer außen besichtigt werden. Im Jahre 349 wurden von einem römischen Kaiser sowohl die Burg als auch die Mauern erneuert. Die Mauer ist zwischen drei und fünf Metern dick und beherbergt auch noch 82 Türme und 4 Tore.
Der derzeit wohl bekannteste aus Diyarbakir stammende Mensch ist der aktuelle türkische Innenminister Abdulkadir Aksu.