Schloss Duchcov

Wer kennt sie nicht, die weltbekannten Memoiren des berühmtesten Frauenhelden der Welt: Giacomo Casanova. Auf Schloss Duchcov verbrachte er die letzten dreizehn Jahre seines Lebens und verfasste hier seine berühmt gewordenen Memoiren. Aber schon weit vorher war der Ort von Bedeutung, denn wo jetzt das Schloss thront, befand sich schon im 11. Und 12. Jahrhundert eine Burg. Diese wurde in den folgenden Epochen immer wieder stückweise ausgebaut und ergänzt, bis schließlich das prachtvolle Schloss im Barockstil fertig war. Das Schloss verfügte im Ursprung auch über einen prachtvollen Park. Dieser wurde allerdings in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts zerstört. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Teil des Prachtbaus abgerissen, das Barockspital. Teile davon konnten gerettet werden, wie zum Beispiel ein berühmtes Fresko. Das Schloss ist erst seit Mitte der Sechzigerjahre für die Öffentlichkeit zugänglich und zu besichtigen. Besonders interessant ist die Möblierung von Dux. Stilmöbel aller Epochen lassen sich bewundern und machen einen Rundgang durch das Schloss besonders interessant. Casanova war in seinen letzten Lebensjahren als Bibliothekar auf Schloss Dux angestellt. Eine Reihe von Episoden aus seinem Leben hielt er hier fest und fasste sie zu seinen Memoiren zusammen. Bei einem Rundgang durch das Schloss kann man mit viel Phantasie die Orte seines schriftstellerischen Wirkens erahnen. Für die meisten Besucher ist das auch der Hauptgrund, das Schloss aufzusuchen und besichtigen zu wollen. Welches nun genau der Beweggrund ist, ist egal. Die Hauptsache ist, man genießt diese Sehenswürdigkeit aus Tschechien. Jeder auf seine Art und jeder aus einem anderen Hintergrund heraus.

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