Prager Burg

Auf dem Berg Hradschin in Prag steht die imposante und einmalige Prager Burg. Sie ist das Wahrzeichen der tschechischen Hauptstadt und wohl die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit in Tschechien. Sie wurde bereits im 9. Jahrhundert gebaut und dient heute als offizielle Residenz des Staatspräsidenten. Einen zentralen Hauptanteil der Burganlage bildet der Veitsdom, der in die Burganlage auf eindrucksvolle Weise integriert ist. Der Veitsdom ist das größte Kirchengebäude Tschechiens und ist deshalb für sich alleine schon eine Sehenswürdigkeit, die der Besucher unbedingt gesehen haben muss. Der Veitsdom und die Prager Burg haben im Laufe der vergangenen Jahrhunderte viele historische Persönlichkeiten beherbergt. Die wechselvolle Geschichte Tschechiens hatte immer ihr Zentrum in Prag, auf dem Hradschin, in der Prager Burg. Bis heute ist es so, dass man den Staat Tschechien untrennbar mit der Prager Burg verbindet. Dennoch hatte die katholische Kirche einen Besitzanspruch auf den Veitsdom geltend gemacht. Nach einem unendlich scheinenden, 14 Jahre dauernden erbitterten Rechtsstreit wurde die Kathedrale dann doch dem Staat zugesprochen. Natürlich ist es nicht nur ein Segen, ein solches Kunstwerk zu besitzen, denn die Erhaltung und Pflege erfordert hohe finanzielle Mittel. Aber den Veitsdom verfallen  zu lassen käme der Schändung des Staates gleich, und der tschechische Staat sowie die tschechische Bevölkerung werden es wohl niemals zulassen, dass dieses imposante Wahrzeichen verfällt. Für die Besichtigung sollte man sich Zeit lassen, alle Räume der Burg sind jedoch nicht für die Öffentlichkeit frei gegeben, da sie ja auch als Amtssitz für den Präsidenten genutzt wird. Deshalb trifft man auch an jeder Ecke auf Wachpersonal.

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