Karlsbrücke in Prag
Wer die wunderschöne Stadt Prag besucht, kommt an der Karlsbrücke nicht vorbei. Das gotische Bauwerk verbindet die Altstadt mit der Kleinseite. Bereits im 14. Jahrhundert wurde sie gebaut und schon damals wurde sie auch als Steinerne Brücke bezeichnet. Diesen Namen hört man auch heute noch oft, wenn von der Karlsbrücke die Rede ist. Karl der Fünfte war der Bauherr der Brücke und gab ihr auch den offiziellen Namen. Seit ihrer Errichtung musste die Karlsbrücke schon vielen Fluten stand halten, aber selbst die verheerendste von allen im Jahr 2002 konnte ihr nichts anhaben. Mit ein Grund für ihre Anziehungskraft auf die Touristen sind die mittlerweile dreißig Statuen und Figuren, welche entlang der Brückenlängsseiten aufgereiht sind. Die bekannteste davon, die Statue des Hl. Nepomuk ist wohl auch die begehrteste. Es soll Glück bringen, die Statue zu berühren, und so scharen sich meistens viele Menschen um den Hl. Nepomuk, um die Figur berühren zu können. Die Karlsbrücke ist aber nicht nur eine berühmte Sehenswürdigkeit in Tschechien und in Prag. Vielmehr hat sie sich zum Treffpunkt vieler Künstler entwickelt. Auch Andenken- und Souvenirstände finden sich in Massen. Dazwischen spielen Straßenmusiker auf. Alles zusammen fügt sich zu einem Bild der Ausgelassenheit zusammen. In diesem Flair lassen sich gerne junge Leute auf dem Gehweg nieder und schauen dem Treiben zu. In der Hochsaison wird man mehr über die Brücke geschoben, als dass man flanieren könnte, und in Prag ist praktisch immer Hochsaison. Wer also ungestört die Karlsbrücke genießen möchte, dem sei empfohlen, ihr in den frühen Morgenstunden einen Besuch abzustatten.