Jüdische Denkmäler
Wer auf der Suche nach interessanten Sehenswürdigkeiten in Tschechien ist, kommt mit Sicherheit auch mit den Spuren jüdischen Lebens in Berührung. In Tschechien hat sich nämlich über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren eine jüdische Kultur erhalten. Überall im Land kann man deren Spuren finden in Form von Baudenkmälern und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel gibt es über das ganze Land verteilt mehr als 200 Synagogen, von denen sogar noch drei für Gottesdienste benützt werden. Zwei davon stehen in Prag, die Altneusynagoge und die Jubiläumssynagoge. Wer sich dafür interessiert, wie früher die Juden in Tschechien gelebt haben, sollte nach Trebic, eine Stadt in Mähren, fahren. Dort kann man nämlich sehen, wie die einstigen jüdischen Stadtviertel ausgesehen haben, denn dort wurde das städtebauliche Konzept in der ursprünglichen Form erhalten, einschließlich der beiden Synagogen und sogar der Friedhof besteht noch in der früheren Form. Jüdische Friedhöfe entdeckt man auch in anderen Orten, und wenn sie frei zugänglich sind, sollte man es sich nicht nehmen lassen, einmal über einen solchen Friedhof zu laufen. Wie auch in anderen Zusammenhängen, lässt sich eine fremde Kultur nur dann voll erkennen und erfassen, wenn man sich auch mit der Friedhofskultur vertraut macht. Wer sich noch näher mit der jüdischen Kultur befassen möchte und noch mehr darüber in Erfahrung bringen will, dem sei ein Besuch im Prager Jüdischen Museum angeraten. Dort kann man vieles entdecken und erkunden, was mit dem Leben der Juden zu tun hat. Ein weiteres sehenswertes Museum ist das Ghetto Museum in Terezin (Theresienstadt).