Burgruine Hazmburk

Wer durch Tschechien reist und dabei auch durch den Böhmerwald fährt, wird sie schon von Weitem sehen: den Berg Hazmburk mit der Burgruine. Das Ensemble gilt als Wahrzeichen des Böhmerwaldes und ist eine ausgesprochen interessante Sehenswürdigkeit in Tschechien. Die Hasenburg, wie die Burgruine in Deutsch genannt wird, wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut. 1335 wurde die Burg von König Johann von Luxemburg an Zbynek Zajic von Waldeck geschenkt. Dieser hatte in seinem Wappen einen Hasen, und damit war der Name der Burg besiegelt. Die Burg wurde in den folgenden Jahren immer wieder Baumaßnahmen unterzogen und Schritt für Schritt prächtig umgebaut. Es entstanden eindrucksvolle Palasbauten, ein neuer Zwinger wurde gebaut, eine Zisterne wurde hinzu gefügt und zu guter Letzt gaben Türme der Burg ihr imposantes Gesamtbild. Zweihundert Jahre später, im 15. Jahrhundert wurden weitere Um- und Anbauten notwendig. Derart aufgebaut und  aufwendig in Stand gehalten,  wurde sie allerdings nach den Hussitenkriegen nicht mehr bewohnt. Leider verfiel sie dadurch im Laufe der folgenden Jahrhunderte und wurde zur Ruine. Als solche kann sie heute besucht und bewundert werden, denn sie ist durchaus eine Besichtigung wert. Durch ihre exponierte Lage alleine schon ist sie interessant. Zusammen mit dem Berg, auf dem sie steht, bietet sie optisch ein unvergleichliches Ensemble. Wer den Aufstieg nicht scheut wird durch eine herrliche Aussicht über den Böhmerwald belohnt, die er sicherlich so schnell nicht vergisst. Der Weg durch die Natur nach oben entschädigt sicherlich für die Mühen des Aufstiegs, welche beim Anblick der herrlichen Aussicht in Vergessenheit geraten.

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