Stierkampf
Eine umstrittene Art von Urlaubsvergnügen stellt der Besuch eines Stierkampfes dar. Der Stierkampf hat in Spanien eine lange Tradition, er wird auch Corrida genannt. Es gelten feste Regeln und Rituale, deren Ablauf genau eingehalten wird. Im Gegensatz zum französischen Stierkampf wird bei der spanischen Art der Stier am Ende getötet. Tierschützer und andere Gegner prangern unter anderem auch an, dass der Stier zum Kampf gezwungen wird, und am Ende doch getötet wird. Bis es soweit ist, wird das Tier mit Speeren verletzt, auch das wird kritisiert. Befürworter meinen dagegen, dass durch die Ausschüttung von Adrenalin der Stier für die Dauer des Spektakels ein vermindertes Schmerzempfinden hat. Stierkämpfer werden in Spanien hoch geschätzt und als Helden verehrt. Auch den Tieren wird großer Respekt gezollt. Sie sind von Geburt an für den Kampf vorgesehen und leben bis zu dem großen Tag gut umsorgt und umhegt bei besten Bedingungen. Auch das führen Befürworter als Argument für den Stierkampf an, dass es den Tieren viel besser geht, als ihren Genossen, die von vornherein für den Verzehr bestimmt sind. In früheren Zeiten, wurde das Fleisch der im Kampf getöteten Stiere an die Armen der Stadt verteilt. Durch die hygienischen Bestimmungen und Vorschriften der Gegenwart, ist das nicht mehr möglich. Es darf nur Fleisch von Tieren verzehrt werden, das nach den Schlachtvorschriften getötet worden ist. Es gibt wohl keine andere kulturelle Veranstaltung, die so gegensätzliche Empfindungen hervor ruft wie der Stierkämpfe. Es gibt nur Gegner oder Befürworter und beide Parteien bringen ihre Argumente mit Leidenschaft vor. Wer zu den Befürwortern gehört, wird sicherlich auf diese spektakuläre Sehenswürdigkeit nicht verzichten wollen.