Sehenswürdigkeiten Omsk

Wie so viele andere sibirische Städte auch ist Omsk eine relativ junge Stadt, die ihren Aufschwung mit Bau der Transsibirischen Eisenbahn erlebte. Zwei Stadtteile von Omsk repräsentieren diesen Wandel. Der ältere der beiden Stadtteile findet sich rund um den Nikolski Prospekt und die Krasnych Zor Straße. Hier lassen sich noch einige der hölzernen Kaufmannshäuser des alten Omsk besichtigen. Holz war auch das Material der 1716 gegründeten, nicht mehr erhaltenen Festung, die den Beginn der Stadt Omsk markiert. Von hier aus wurde Sibirien erschlossen, gleichzeitig verteidigt sich Russland gegen Überfälle aus den Weiten des Südostens. Steinern sind dagegen die prachtvollen Gebäude entlang des Ljubinski Prospekt und der Leninstraße. Sie repräsentieren den Reichtum der Händler des 19. Jahrhunderts. Auf einer Anhöhe über dem Viertel thronen die Börse sowie das Dramatheater von Omsk.

Omsk ist heute eine Millionenstadt. Gleichzeitig ist ein ganzes Viertel seiner Einwohner als Student an einer der zahlreichen Hochschulen eingeschrieben. Dies erklärt vielleicht auch den außerordentlichen kulturellen Reichtum der Stadt. Unter den Museen ist das bedeutendste die Omsker Gemäldegalerie, die Werke der bedeutendsten russischen Künstler, darunter Ilja Repin, beheimatet. Weiterhin sehenswert ist das Museum für Archäologie und Völkerkunde, dessen spektakulärstes Exponat ein Mammutskelett darstellt. Musikliebhaber kommen in der Omsker Philharmonie oder beim russischen Volkschor auf ihre Kosten. Viele Kulturen haben Omsk geprägt, neben orthodoxen Gotteshäusern standen hier auch Synagogen und Moscheen. Heute noch ist die Stadt Verwaltungssitz der sibirischen Kosaken, der islamische Imam von Sibirien führt von hier aus seine Amtsgeschäfte und in umliegenden Dörfern ist der deutsche Dialekt der Russlandmennoniten zu hören.

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