Sehenswürdigkeiten Jekaterinburg
Jekaterinburg, von 1924 bis 1991 nach einem Mitarbeiter Lenins Swerdlowsk genannt, ist heute die drittgrößte Stadt Russlands und ein wichtiges Tourismusziel. Jekaterinburg liegt nur einige Kilometer vom fiktiven Grenzpunkt zwischen Europa und Asien entfernt im Ural. Ihre Gründung verdankt Jekaterinburg seinen reichen Metall- und Erzvorkommen, die Zar Peter der Große 1723 erschließen wollte. Die Stadt bekam ihren Namen nach Peters Gattin Katherina I. In Jekaterinburg war es auch, wo sich 1918 das Schicksal von Peters Nachfahren, Nikolaus II. und Alexandra entschied, die mit ihren Töchtern Olga, Tatjana, Maria und Anastasia sowie dem Zarewitsch Alexeij ermordet wurden.
Das Ipatjewhaus, in dem der Mord stattfand, rissen die Kommunisten 1977 ab, um zu vermeiden, daß dort ein Wallfahrtsort entstand. 1998 wurden die Romanows nach Petersburg überführt und in der St. Peter und Paul Kirche beigesetzt. Gleichzeitig wurde die Kathedrale “Auf dem Blut” Wosnesenskaja Gorka erbaut, die heute Wallfahrtsort vieler zarenbegeisterter Besucher ist. Dort werden bereits seit einigen Jahren auch Ikonen der Zarenfamilie angeboten.
Doch ist die “auf dem Blut Kathedrale” durchaus nicht das einzige Wahrzeichen Jekaterinburgs. Die Himmelfahrtskathedrale wurde bereits im 18. Jahrhundert erbaut. Die ursprüngliche Kirche aus Holz wurde 1789 in eine Kathedrale aus Stein umgebaut und 1818 fertiggestellt.
An die Schutzpatronin der Stadt, die heilige Katherina, erinnert heute noch eine Kapelle im russischen Stil.
Im Zentrum von Jekaterinburg, am Fluß Isset befindet sich ein historischer Park, der an die Anfangszeiten Jekaterinburgs erinnert. Der historische Damm Plotinka wurde 1723 gebaut und erwies sich als wichtig für die weitere Entwicklung der Stadt.
Am Leninprospekt liegen die heutige Konzerthalle, die früher als Kanzlei diente, das erste Theater der Stadt und das Opernhaus von Jekaterinburg