Samara

Die Millionenstadt Samara liegt im europäischen, südlichen Teil Russlands und zieht sich rund 50 km am Ufer der gewaltigen Wolga entlang. Sie ist eine Universitätsstadt mit 27 höheren Bildungseinrichtungen und ein Industriestandort, den auch ausländische Investoren entdeckt haben, wie Nestle, der den größten russischen Schokoladenkonzern übernahm und in Samara große Produktionsstätten unterhält. Im modernen Expo-Dom finden mehrmals jährlich internationale Messen statt.

Samaras Bild wird hauptsächlich von großen, grauen Neubaugebieten bestimmt, die sich hinter der Altstadt 20 km gen Osten erstrecken. Der Innenstadtbereich liegt malerisch an der Wolga und bietet viel Sehenswertes. Neben zwei Literatur-, einem Kunst- und Heimatmuseum, befindet sich in Samara die erste russische Kindergemäldegalerie. Das schönste Gebäude der Stadt ist das dramaturgische Theater von 1888. In unmittelbarer Nähe liegt der berühmte Stalinbunker aus dem 2.Weltkrieg. 192 Stufen führen tief in die Erde, wo sich eine eigene Welt aus Arbeits- Wohn- und Wirtschaftsräumen auftut. Der Bunker, eines der bestgehüteten Geheimnisse, wurde aber niemals von der politischen Führung genutzt.

Die lange Uferpromenade ist zu jeder Jahreszeit einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt. Hier steht das gigantische Heldendenkmal, daneben der Heldenplatz mit der ewigen Flamme und dem „Weißen Haus“, dem Administrationsgebäude. Zu dem Ensemble gehört auch der Sportpalast „Zirkus“. Etwas weiter eingerückt, befindet sich eine schöne, orthodoxe Kirche (St.Georg), erbaut im altrussischen Stil. Sehenswert ist auch das Nonnenkloster Iversky von 1850. Die Nonnen verkaufen wunderbare Stick- und Strickarbeiten.

Neben einer Mc Donalds Filiale findet man in Samara zahlreiche gute Restaurants mit russischer, koreanischer, chinesischer und mexikanischer Küche, einige Diskotheken und Nachtclubs.

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