Nischni Nowgorod
Die Millionenstadt Nischni Nowgorod, Geburtsstadt des Schriftstellers Maxim Gorki, liegt am Zusammenfluss der Oka mit dem längsten Strom Europas, der Wolga.
Die Stadt, bis 1991 auch Gorki genannt, war einst einer der bedeutendsten Handelsplätze des russischen Reiches, wovon die „Messe“, das große, historische Handelsgebäude aus dem 19. Jahrhundert, zeugt.
Zwischen 1930 und 1991 war die Stadt für Ausländer nicht zugänglich, da sich hier zahlreiche Rüstungsbetriebe befanden. Auch heute noch werden in Industriezentren Mig-21 Flugzeuge und U-Boote hergestellt.
Nischni Nowgorod gilt als eine der schönsten Stadt Russlands, mit einer Architektur, die Bauten aus allen Epochen und Stilrichtungen mit modernen Gebäuden vereint.
Das Zentrum der sehenswerten Altstadt wird vom Kreml beherrscht, der 500 Jahre alten Zitadelle, die sich über der Wolga auf einem Hügel erstreckt. Die Verteidigungsanlage ist vollständig erhalten und hat zwischen den bis 5 m dicken Mauern mehrere Türme mit einigen Eingängen. Auf dem Gelände befinden sich eine Kathedrale und das alte Arsenal, heute eine Kunstausstellung.
Die prächtige Altstadt ist Standort zahlreicher Kirchen und Häusern aus verschiedenen Stilepochen. Besonders hervorzuheben sind die Stroganoff-Kirche, die Rukawischnikow-Gebäude (Bank und Stadtvilla im Jugendstil), das Theater, die Staatsbank und das Kunstmuseum, mit 12.000 Exponaten vorwiegend russischer Künstler.
Eine der bedeutendsten Bibliotheken der Welt, die Universitätsbibliothek, umfasst mehr als 4 Millionen Objekte.
Nischni Nowgorod ist sowohl Haltepunkt der transsibirischen Eisenbahn, als auch zahlreicher Kreuzfahrtschiffe, welche die Wolga bereisen.
Kunstliebhaber werden bei einem Besuch der Stadt ebenso von dem Staatsballet, das weltweit gastiert, als auch von den Volksliedern, gesungen von russischen Chören und grandiosen Opernaufführungen im historischen Operngebäude begeistert sein.