Male

Beim Anflug wirkt die Stadt Malè in den Malediven wie eine auf dem Reissbrett geplante Modellstadt: kein Zentimeter Nutzfläche ist an den Indischen Ozean verschenkt und die gesamte Stadt ist von einem rechtwinkligen Straßennetz und niedrigen, weißen Häusern durchzogen.

Diesem ersten Eindruck entspricht das ozeanisch-monsunale Klima in Malè vollkommen. Auf kurzwährende Regenschauer folgen von längerfristige Sonnenzeiten und auch der Wind sorgt für die optimale Belüftung der Region und der Stadt.

Dieses Klima trifft in den Malediven und Malè ursprünglich auf kleine, aus dem Ozean herausschauende Sandflächen mit Palmen. Doch nicht nur die Palmen sind gewichen. Durch die zunemende Bevölkerung der beliebten Stadt ist über ein Drittel zusätzlichen Inselfläche vom Indischen Ozean gewonnen und bebaut worden. Die Dämme rings um die Stadt dienen nicht nur als eine Art Hafenanlage, sondern wirken wie eine Umrisszeichnung. In der Stadt selbst ragen weiße Häuserfronten, Sportanlagen oder auch islamische Bauten mit goldenen Kuppeln empor.

Wenn nicht schon Malè selbst eine Sehenswürdigkeit ist, dann sind es sicher drei konkrete Bauten. Die mit ihrer goldenen Kuppel alles überragende Freitagsmoschee ist gleichsam archtektonische Richtlinie, welche Höhe andere Bauten nicht überschreiten dürfen. Sehenswert sind auch der überaus prächtige Friedhof, der repräsentative Regierungspalast und der auf zwei ehemaligen Einzelinseln erbaute Flughafen auf “Hulule”.

Auch zum Einkauf empfiehlt sich Malè mit günstigeren Preisen für Souveniers, Zigaretten, Foto- oder Taucherzubehör gegenüber den “Hotelinseln”. In Hinterhöfen verkaufen Einheimische Palmblätter oder Treibholz.

Malè ist vor allem bei Tauchern wegen der sehenswerten Unterwasserwelt auf der ganzen Welt beliebt.

Zu erreichen ist Malè nach dem ersten kontinentalen Flug per Bootstaxi oder mit dem Wasserflugzeug, die auch Rundflüge anbieten.

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