Vientiane

Die Hauptstadt von Laos Vientiane (auch Vieng Chan genannt) liegt am östlichen Ufer des Flusses Mekong, der an dieser Stelle die Grenze zu Thailand bildet.
Die über dem Mekong führende Thai-Lao-Freundschaftsbrücke, welche 1994 fertiggestellt wurde, verbindet Vientiane mit der thailändischen Provinz Nong Khai und gilt somit als wichtigster Knotenpunkt beider Länder.

Der Name der Stadt ist von der mittelindischen Sprache Pali - der Literatursprache des Theravade Buddhismus - abgeleitet, und bedeutet “Des Königs Hain des Sandelholzes”. (Sandelholz wird aufgrund seines angenehmen Duftes im traditionellen Indien hoch geschätzt.)
Darüber hinaus wird auch angenommen, dass der Originalname von Vientiane - laut der Heimatsprache von Laos - “Stadt des Monds” bedeutet.
Besiedelt war Vientiane wohl bereits während der Steinzeit. Nachdem die Stadt im Laufe der Jahrhunderte immer größere Bedeutung erlangte, wird Vientiane im Jahr 1545 schließlich die Hauptstadt des Königreiches Lang Xang.
Nachdem der Ort im Jahr 1828 von den Siamesen geplündert wurde, wird Vientiane am Ende des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt des französischen Protektorats in Laos. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhält Laos die Unabhängigkeit und ist - nachdem die USA eine Niederlage in Südostasien hinnehmen mussten - seit 1975 unter kommunistischer Herrschaft.

Heute leben rund 300.000 Menschen in dem Ort, dem – verglichen mit anderen hektisch und geschäftig wirkenden Hauptstädten in Südostasien – eine angenehm entspannte und ruhige Atmosphäre nachgesagt wird. Im Übrigen sorgen zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, komfortable Hotels sowie eine vielfältige Gastronomie für einen unvergesslichen Aufenthalt.

Vientiane verfügt über eine reichhaltige Anzahl von interessanten Sehenswürdigkeiten, wobei die Tempelanlagen besonders bemerkenswert sind.
Der Tempel „Wat Si Saket“, der im Jahre 1818 von König Chao Anou erbaut wurde, ist der älteste noch erhaltene Tempel der Stadt. Da er im sogenannten Bangkok Stil errichtet wurde, ist er von den Angriffen der Siamesen verschont geblieben.

Im vormals königlichen Tempel „Haw Pha Kaew“ ist heute ein kleines Museum untergebracht.

Der „Pha That Luang“ Tempel (aus dem 16. Jahrhundert) gilt als nationales Symbol und wichtigstes religiöses Wahrzeichen der Stadt. Außerdem findet hier jährlich das bekannte Festival „Vientianes Bun That Luang“ in einer Vollmondnacht im Monat November statt.

Gläubige sind davon überzeugt, dass deren Gebete erhört werden, sobald die kleine Buddhastatue, welche sich im Tempel „Wat Si Muang“ befindet, dreimal von ihrem Kissen gehoben wird.

Nicht zu vergessen ist das „Patuxai“ (Siegestor oder auch „Monument des Morts“): Ein Bauwerk aus der Kolonialzeit, welches Ähnlichkeit mit dem Pariser Triumphbogen hat. Außer den kunstvollen buddhistischen Verzierungen sowie der Größe (das Patuxai ist etwas höher) unterscheidet es sich vom Original darin, vier Tore statt zwei zu haben.

Sehenswert auch das Lao National Museum (früher Leo Revolutionary Museum), in dem interessante Exponate zur Landesgeschichte ausgestellt sind.

Um einen Tag voller kultureller Eindrücke entspannt ausklingen zu lassen, sollte man einen der am Flussufer liegenden Biergärten aufsuchen, ein erfrischendes Beerlao (das nationale Bier von Laos) trinken und den Sonnenuntergang am Mekong genießen.

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