Sehenswürdigkeiten Hiroshima

Die Hafenstadt auf Honshu an der Japanischen Inlandsee, Hiroshima , hat ein seltsames Schicksal: Jeder in der Welt kennt den Namen der 1,1 Millionenstadt, aber die wenigsten haben Hiroshima schon besucht. Seit dem erstmaligen Abwurf einer Atombombe der US-Streitkräfte auf Hiroshima am 6. August 1945 ist die Stadt ein Symbol für die Sinnlosigkeit des Krieges. Innerhalb von Sekunden starben etwa 200.000 Menschen und die Stadt wurde zu etwa 80 Prozent zerstört. Nach 1949 ist eine blühende Industrie- und Universitätsstadt aus den Ruinen aufgebaut worden, deren wichtigste Sehenswürdigkeiten aber vor allem auf die Schicksalsstunde von Hiroshima verweisen.
Besonders Hiroshimas Friedenspark in der Nähe des Motoyasu- Flusses und das Friedensgedenkmuseum wollen an die Vergangenheit erinnern und zukünftigen Generationen als Mahnung dienen. Das Friedensdenkmal der Kinder in der Mitte des Parks ist mit Girlanden aus Tausenden bunten Papierkranichen (Symbole für Genesungswünsche) geschmückt. Mittelpunkt des Parks ist das vom japanischen Architekten Tange Kenzo entworfene Kenotaph, unter dem eine Liste mit den Namen der Opfer aufbewahrt wird. Davor liegt der rechteckige Friedensteich, wo die Friedensflamme brennt. Südlich des Kenotaphs steht das Friedensgedenkmuseum, u.a. mit beklemmenden Fotografien.
Am bekanntesten ist aber die Ruine des Gebäudes der Industrie- und Handelskammer („Atombombendrome“). Es wurde als Mahnmal 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Es gibt nur noch vereinzelte Überreste der alten Stadt. Der Fudo-in-Tempel, Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut, überstand wie ein Wunder das Inferno unbeschadet. Wiederhergestellt ist die ehemalige Burg aus dem 16. Jahrhundert mit einem Museum und der wunderschöne Shukkeien-Landschaftsgarten.

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