Nagoya

Nagoya liegt auf der Pazifikseite der größten japanischen Insel Honshu, etwa 250 Kilometer von der Hauptstadt Tokio entfernt.

Sie ist mit etwa 2 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Japans und ein wichtiges Industriezentrum. Der weltweit größte Autohersteller, Toyota, hat in Nagoya seinen Hauptsitz.

Seit dem Mittelalter entwickelte sich Nagoya zu einem Handelszentrum Japans, allerdings wurde nahezu die gesamte Stadt während der alliierten Bombenagriffe 1945 zerstört, ebenso zahlreiche historische Bauten der Altstadt. Einige Gebäude, wie die Burg von Nagoya, wurden nach Kriegsende wieder aufgebaut und stehen heute Besuchern offen.

Der Atsuta- Schrein gilt als zweitbedeutendster kaiserlicher Schrein. Es wird vermutet, dass das “Heilige Schwert”, eine der drei Reichsinsignien Japans, in diesem Schrein aufbewahrt wird. Auf dem Gelände dieses beeindruckenden Bauwerkes findet man zudem eine wechselnde Ausstellung von über 4000 historischen Objekten, welche die Geschichte Japans dokumentieren.

Die Anreise nach Nagoya kann mit dem Flugzeug geschehen. Die Stadt besitzt einen neuen internationalen Flughafen, der anlässlich der EXPO 2005 auf einer künstlichen Insel gebaut wurde. Es besteht eine tägliche Verbindung nach Nagoya von Frankfurt am Main aus. Die Anreise mit der Eisenbahn stellt eine attraktive Alternative dar, wenn man sich bereits in Japan befindet. Das Bahnhofsgebäude Nagoyas mit den Türmen gilt als höchstes Bahnhofsgebäude der Welt und stellt selbst eine Sehenswürdigkeit dar. Innerhalb Nagoyas bietet sich die Fahrt im gut ausgebauten U-Bahn-Netz an.

Der alte Hafen der Stadt beherbergt ein der italienischen Lagunenstadt Venedig nachempfundenes Dorf, das zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten bietet.

Nagoya ist wie der Rest Japans das ganze Jahr über zu bereisen, wobei der Frühling durch die berühmte Kirschblüte eine besonders reizvolle Reisezeit darstellt.

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