Medan
Medan ist der Name der Hauptstadt der indonesischen Provinz Sumatra Utara. Mit knapp drei Millionen Einwohnern ist es die drittgrößte Stadt Indonesiens und die größte auf Sumatra. Die beiden bevölkerungsreicheren Städte sind Jakarta und Surabaya .
Medan besitzt auch einen angrenzenden Seehafen namens Belawan und einen internationalen Flughafen, den Polonia International Airport. Unmittelbar neben dem Flughafengelände ist das als business district bekannte Stadtzentrum gelegen.
Die offizielle Gründung der Stadt geht zurück auf den 1. Juli 1590. Ab 1860 wurde sie niederländische Kolonie, wobei diese Entwicklung auch in der Architektur Spuren hinterlassen hat. Zu dieser Zeit entwickelte sich Medan aufgrund der Tabakindustrie zu einem wichtigen finanziellen Zentrum in der Region.
Auch heute ist Medan Heimat für Menschen mit unterschiedlichstem kulturellem Hintergrund. Zu weltweiter Berühmtheit gelangte das indigene Volk der Batak, deren auffällige Häuser viele Touristen anziehen. Daneben leben in Medan Javanesen, Chinesen und Tamilen, was auch zu einer enormen sprachlichen Vielfalt führt.
Die beliebtesten architektonischen Sehenwsürdigkeiten stammen aus der niederländischen Kolonialzeit. Dazu zählen das alte Rathaus, das Postbüro, der Wasserturm und die Brücke namens Titi Gantung.
Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten sind der Maimun Palast (Istana Maimun), der auch heute noch die Residenz des Sultans ist, und die 1906 erbaute Große Moschee (Masjid Raya).
Daneben ist die Stadt berühmt für das „Orang Utan Rehabilitation Center“ im eine Autostunde entfernten Bohorok und wird begrenzt durch den atemberaubenden Gunung-Leuser-Nationalpark.
Bei Gästen sowie der einheimischen Bevölkerung erfreut sich Karaoke-Singen derzeit größter Beliebtheit, besonders am Meredeka Square, wo sich auch unerschöpfliche Möglichkeiten zu Essen bieten.
Das Straßenbild wird durch das typisch indonesische öffentliche Transportmittel, den becaks, geprägt und die Erfahrung damit zu fahren sollte sich kein Reisender entgehen lassen.