Meissen

Weit über die Deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt, durch seine Porzellankunst ist die Porzellanmanufaktur. Eine der größten Sehenswürdigkeit von Meißen. Mit der Gründung im Jahre 1720 nahm die Porzellangeschichte Meißens seinen Lauf. In traditioneller Handarbeit wurden Tafelservice, Figuren und Accessoires von den Mitarbeitern per Hand ausgeformt, bearbeitet und in verschiedenen Malerabschnitten kunstvoll von Hand bemalt. Das Markenzeichen die „gekreuzten Schwerter“ sind die älteste ununterbrochen in Verwendung stehende Zeichen und eines der bekanntesten der Welt. Im Jahr 1705 arrestiert August der Starke, den geflohenen Apothekergehilfe Johann Friedrich Böttger in der Albrechtsburg Meißen, welcher zunächst als Goldmacher experimentiert. 1707 beginnt in der Jungfernbastei in Dresden die Zusammenarbeit mit Ehrenfried Walter von Tschirnhaus, Physiker und Mathematiker, Gottfried Pabst von Ohain, Oberbergrat, sowie Freiberger Berg- und Hüttenleuten und findet zuerst eine Rezeptur des braunen Feinsteinzeuges, des „roten Porzellans“ auch als „Jaspisporzellan“ bekannt. Die erste Notiz über einen weisen durchscheinenden Scherbens, welches das erfolgreiche Brennen belegt, findet sich 15.01.1708 und gilt als Geburtsurkunde des europäischen Hartporzellans. Böttger kündigt die Herstellung von feinkeramischen Erzeugnissen aus roten und weißen Porzellan. Womit am 23.01.1710 öffentlich bekannt gegeben wird das die Porzellan-Manufaktur Meißen gegründet und die erste Produktionsstätte des europäischen Porzellans die Meißner Albrechtsburg ist. Böttger fungiert ab da als Administrator. Am 13.03.1719 stirbt Friedrich Böttger. Durch die Flucht des Geheimnisträgers Samuel Stöltzel nach Wien, lernt dieser den Porzellanmaler Johann Gregorius Höroldt kennen und kehrt mit diesem 1720 nach Meißen zurück, wo Gregorius Höroldt als Verantwortlicher für die Malerei des Meissner Porzellan verpflichtet wird. Höroldt entwickelt eine Palette von Aufglasurfarben und Dekoren welche in der Folgezeit, Stil prägend der europäischen Porzellanmalerei sind und es werden erste erfolgreiche Brände von Gefäßen mit unterglasurblauer Farbe dekoriert und erzielt. In den Ausstellungsräumen der Meissner Porzellanmanufaktur finden sich Relikte und die Geschichte, aus dieser Zeit wo man auf den Spuren der Vergangenheit wandeln kann und sich der Porzellanerstellung in den einzelnen Schritten vom Formen bis zur Endbemalung erklären, anschauen und widmen kann.

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