Lübeck

Ist eine Kreisfreie Stadt in Schleswig Holstein. Die zum zweiten Weltkrieg teils stark zerstörte mittelalterliche Altstadt gehört heute zur Liste des UNESCO Weltkulturerbe. Das Wahrzeichen der Stadt, welches neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor Lübecks ist, ist das Holstentor. Der spätgotische Bau mit seinen vier Stockwerken, gehört zu den Überresten der Befestigungsanlage, welches zur Lübecker Stadtbefestigung diente. Das Holstentor war damalig eine ansehnliche Anlage welches aus dem Inneren-, Mittleren-, Äußeren- und dem Zweites Äußeren Holstentor bestand. In den Zeiten der Industriealisierung sah man die Befestigungsanlagen nur noch als Hindernisse an, so das 1808 das Zweite Äußere-, 1828 das Innere und 1853 das Äußere Holstentor abgerissen wurde. 1855 wurde durch lübeckischer Bürger an den Senat die Eingabe eingereicht das verbliebene Tor ebenfalls abzureißen, da es dem Ausbau der Bahnanlagen im Wege stünde. Wiederstände gegen den Abriss der alten Bausubstanz, ließen Streite ausbrechen welche sich um die Entscheidung des Abbruches hinzogen. 1863 kam es durch die Lübecker Bürgerschaft zum Entschluss das Tor zu restaurieren. Das bis dahin stark in Mitleidenschaft gezogene Tor, welches jährlich einige Zentimeter im Erdboden versank und bereits die tiefsten Schießscharten sich 50 Zentimeter unter dem Erdboden befanden und die Neigung des gesamten Tores gefährliche Ausmaße annahm und durch die veränderte Statik der Einsturz befürchtet wurde. Wurde das Holstentor bis ins Jahr 1871 von Grund auf restauriert und galt ab da als Wahrzeichen der Stadt. Durch die weitere Neigung der Türme und die Befürchtung sowie die weiterhin bestehende Angst das das Gebäude einstürzt, wurde das Tor 1933/ 34 zum zweiten mal Restauriert und derartig befestigt das ein Einsturz ausgeschlossen werden konnte. Seid 1950 dient das Holstentor als Museum welches die Stadtgeschichte, Funde aus der Geschichte sowie Schiffsmodelle der Hanse wie das Flaggschiff Adler von Lübeck und die Entwicklung des mittelalterlichen Lübeck darstellte. Ebenfalls befand sich eine Folterkammer mit diversen Folterinstrumenten in der Ausstellung, welches durch die Modernisierung 2002 beseitigt wurde, da es eine solche im Holstentor nie gegeben hatte und somit nicht historisch Korrekt war. Alle Räume wurden nach neuem Konzept ausgestattet und Bild- sowie Tondokumenten wurden mit in die Ausstellung Einbezogen.

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