Jüdische Museum in Berlin

Das Jüdische Museum in Berlin befindet sich auf der Lindenstraße 9 bis 14 und ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, am Montag sogar bis 22 Uhr. Nicht nur die Ausstellungen sind ein besonderes Erlebnis für den interessierten Berlin-Touristen, sondern bereits die Architektur beeindruckt. Der Museumskomplex besteht aus zwei Gebäuden. Der Altbau ist im barocken Stil errichtet, der Neubau wurde vom jüdischen Architekten Daniel Libeskind entworfen, der sein Werk „between the Lines“ betitelte. Im Neubau beeindruckt bereits die Fenstergestaltung. Eine sogenannte Linie der Verbundenheit bringt den kulturellen Austausch zwischen Nichtjuden und Juden zum Ausdruck. Eine zweite Linie durchzieht das gesamte Museum mit einer Folge von hohlen Innenräumen, die den Massenmord an den Juden im Zweiten Weltkrieg, den Holocaust symbolisiert. Das jüdische Museum beeindruckt den Besucher aber nicht nur durch die äußere Architektur, sondern natürlich auch durch die Ausstellungen. Gezeigt wird zunächst die über zweitausendjährige Geschichte des jüdischen Volkes in einer Dauerausstellung. Wechselnde thematische Ausstellungen gibt es zum Beispiel zu kulturhistorischen Themen, zeitgenössischen Kunstinstallationen oder Kunstwerken aus verschiedenen internationalen Kunstsammlungen. Im Rafael Roth Learning Center werden multimedial aufbereitete Themen angeboten. Speziell für Kinder gibt es jeden ersten und dritten Sonntag im Monat Führungen, zum Beispiel zu den Themen jüdische Traditionen im Wandel der Zeit oder zur Architektur von Daniel Libeskind. Aber es gibt im Museum nicht nur viele Dinge zu bestaunen und zu sehen, es wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Im Restaurant Liebermanns wird ein Lunchbuffet und koscheres Essen à la carte angeboten nach Rezepten der askenasischen Juden. Weiterhin befindet sich eine Snack-Bar im Museumsgebäude.

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