Flensburg

Welches nach Kiel und Lübeck die dritt größte Stadt ist, erlitt während des zweiten Weltkriegs kaum Schäden, so dass sie eine gewisse Zahl an unbeschädigten Sehenswürdigkeiten wie das Nordertor nachweisen kann. Das Nordertor ist das heutige Wahrzeichen der Stadt und begrenzte eins die Stadt Flensburg nach Norden. Das Nordertor welches ein Stadttor ist, ist im Landesteil Schleswig das einzig erhaltene Stadttor. 1595 Kontrolltor aus rotem Backstein und mehreren Stufengiebeln erbaut. Diente es zur Abkontrolle von stätig Neuzureisenden und Einreisenden, das Tor wurde geschlossen wenn es dunkel wurde. Das Flensburger Stadtwappen, das Wappen des dänischen Königs Christian IV, sowie die über dem Torbogen angebrachte Inschrift Friede ernährt, Unfriede verzehrt schmücken die Nordseite des Tores. Flensburg hatte im 19. Jahrhundert mehrere Stadttore nachzuweisen die aber dem Abrissen zum Opfer vielen, wie das Rote Tor oder das Friesische Tor. Durch die Repräsentation Deutscher Bauwerke auf den Briefmarken der Deutschen Bundespost, welche den damaligen Wert von 30 Pfennig für Standartbriefe hatte, wurde das Nordertor 1966 geradezu weltbekannt. Die Bebauung des Tores auf der Westseite der Norderstraße reichte Ursprünglich bis an das Tor heran. Von dem nördlichen Stadtteil schlossen sich Armenwohnungen an die Ostseite des Tores, welche um 1900 für den Erhalt des Tores und zur Platzschaffung für den zunehmenden Verkehr abrissen wurden. Die elektrische Straßenbahn fuhr 1907 um das Tor herum, welches um die Jahre 1920 durch ein ansprechendes aus rotem Backstein bestehendes Verwaltungsgebäude, der Platz wieder geschlossen wurde. Nach Abbruch des Gebäudes, wurde in den 70er Jahren durch städtebauliche Situation und dem zwischenzeitlichen Verlust der Nachbarhäuser als unbefriedigend empfunden. Besserungen und Umgestaltung erhoffte man sich 1990, durch Andeutung der Stadtmauern und Glasarkaden, welche 2007 für die Phänomenta Erweiterung teilentfernt wurden. Das Wissenschaftsmuseum Phänomenta nutz heute das Nordertor und stößt, mit seiner an das Tor direkt anschließenden glatten Glassfassade bei den meisten Flensburgern auf Ablehnung, so das weitere Veränderungen der Umfeldbebauung vorprogrammiert sind.

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