Berliner Dom
Der Berliner Dom gilt als größter protestantische Kirchenbau des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Entworfen als protestantisches Gegenstück auf den Petersdom entstand der Dom als Hof- und Denkmalskirche der Hohenzollern unter Kaiser Wilhelm II. zwischen 1894-1905 im neobarocken Stil. Die Pläne für den Bau stammen von Julius Carl Raschdorff. Der Innenraum des von der Hochrenaissance geprägten Kuppelbaus wurde ebenfalls von Julius Rauschdorff prachtvoll gestaltet. Der Dom beherbergt die Familiengruft der Hohenzollern. In ihr wurden über fünf Jahrhunderte alle Fürsten der Hohenzollern beigesetzt. In prunkvoll ausgestatteten Särgen sind auch Friedrich I. und seine Gattin bestattet. Mit seiner dominanten Gestalt gehört der Dom heute zu den Anziehungspunkten Berlins. Der Hauptfront des Doms an der Lustgartenseite ist eine Säulenhalle mit einer Granittreppe vorgelagert. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Berliner Dom sehr stark zerstört. Nach dem fast beendeten Wiederaufbau sind die verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie die Hohenzollerngruft, das Dommuseum und die Tauf- und Traukirche wieder zu besichtigen. Oft wird der Berliner Dom als das „Eingangstor zur Museumsinsel“ bezeichnet. Der Ausblick vom Kuppelgang zeigt die exponierte Lage des Kirchenbaus in der historischen Mitte Berlins. Touristen werden für den etwas beschwerlichen Aufstieg über mehr als 250 Stufen mit einem Blick auf die Museumsinsel, den Reichstag, den Gendarmenmarkt, und das Rote Rathaus belohnt. Der Dom hat eine bis 1450 zurückreichende Geschichte und war stets eng mit dem nahe liegenden kurfürstlichen Hohenzollern-Schloss zu Cölln verbunden. Im Zweiten Weltkrieg wird der Dom durch Luftangriffe mehrfach und schwer beschädigt. Nach dem Krieg werden die Schäden nur provisorisch ausgebessert. Gottesdienste wurden seit Herbst 1945 in der Krypta abgehalten. Hier fanden später auch Konzerte statt. 1980 wird die restaurierte Tauf- und Traukirche wieder eröffnet,1983 finden die Außenarbeiten am Dom ihren Abschluss.