Harbin
Das Wort Harbin stammt ursprünglich aus der mandschurischen Sprache und bedeutet “Ort, an dem die Fischernetze getrocknet werden”.
Dieser Ort stellte heute mit seinen neun Millionen Einwohnern die Hauptstadt der chinesischen Provinz Heilongjiang im Nordosten des Landes und am Songhua Jiang gelegen, ist Harbin das politische, kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Zentrum in Nordostchina.
Das Orientalische St. Petersburg
Als das orientalische St. Petersburg wird Harbin häufig bezeichnet, weil die Stadt aufgrund ihrer einzigartigen Architektur mit russischen und europäischen Einflüssen zu Chinas schönsten Orten zählt. So stellt die 1,4 km lange Kitaiskaia Straße ein Museum europäischer Architekturstile dar, mit byzantinischen als auch barocken Fassaden. Im zentralen Bezirk Daolin befindet sich die St. Sophia Kathedrale aus dem Jahr 1932, die heute als Museum für die multikulturelle Architektur Harbins fungiert und überall gibt es wunderbare kleine russische Backstuben, französische Modehäuser, japanische Restaurants oder Amerikanische Snack-Bars.
Harbins Cuisine
Abgesehen von den ausländischen Investitionen, ist die Harbiner Cuisine stark russisch beeinflusst. Das Brot aus Harbin ist weit über die provinziellen Grenzen hinaus bekannt und heißt “li-ba”, was von dem russischen Wort “chleb” abstammt. Ein anderes beliebtes Produkt, das man in anderen chinesischen Städten vergeblich sucht, sind “qiu-lin hong-chang”, Würstchen.
Sibirischer Einfluss
Aufgrund des direkten Einflusses des kalten sibirischen Winters gehört Harbin zu einer der kältesten Städte Chinas, mit einer Durchschnittstemperatur im Winter von -20 Grad. Durch diesen Umstand entwickelte sich jedoch auch das jährliche “Harbin International Schnee- und Eisskulpturen Festival”, das zu den vier größten “Schnee und Eis Festivals” der Welt gehört. Und im weltberühmten sieben Hektar großen Zhaolin Park im Daoli-Bezirk finden sich die wunderschönen Eis-Laternen, die im Zusammenspiel von Licht und Eis jährlich sämtliche Besucher verzaubern.