Archiv für die Kategorie ‘Marokko’

Casablanca

Mittwoch, 18. Juni 2008

Casablanca, die größte Stadt Marokkos mit circa 3 Millionen Einwohner.
Die Hassan II- Moschee mit einer Höhe von 210 Meter verfügt über die höchste Standplatz für Gebetsausrufer (Minarett) .Ein Aufzug fährt bis zur Plattform, von dieser man die ganze Stadt überblicken kann. Die Moschee wird auch als die zweitgrößte der Welt bezeichnet. Sie ist nicht nur auf Klippen ins Meer erbaut, sondern verfügt über ein sich öffnendes Dach und eine auf die Mekka ausgerichteten Laserstrahl. Eröffnet wurde die Moschee im Jahr 1993 zum 60. Geburtstag des Hassan dem II, der im Jahr 1961 zum König von Marokko gewählt wurde. Hassan der II verstarb am 23.Juli 1999 in Rabat. Der gesamte Moscheebereich umfasst eine Größe von neun Hektar. Zum Komplex gehören Schwimmbäder, islamische Schulen, Museen, Konferenzräume und eine Bibliothek.
Die Moschee bietet Platz für 100.000 Gläubige, im Gebetssaal und der Gebetsplattform im Außenbereich. Im Jahr 1923 wurde die neue “Medina” durch die Franzosen mit breiten und bogengesäumten Gassen sowie blumenbepflanzten Plätzen erbaut. Die arabische Neustadt ist eine Verbindung arabischer und moderner Baukunst. Unter den Arkaden der Medina befinden sich zahlreiche Souvenirgeschäfte und Buchhandlungen. Ein Durchgang an der Medina befindet sich die berühmte Patisserie Bennis, in der alle traditionellen marokkanischen Backwaren hergestellt werden. Die wichtigsten Bauwerke sind vor allem „Jamaa el Kebir“- die Moschee des Sidi Mohammed Ben Abdallah, die Moschee „Jamaa ech Chleuh“ und die „Koubba des Sidi el Kairouani“ des ersten Schutzheiligen der Stadt.
Entlang der “Rue Hadj Amar Riffi“ trifft man auf den Königspalast und das Gerichtsgebäude „Mahakma“. Das Gericht wurde im Jahr 1959 errichtet und man kann ruhige Höfe und bezaubernde Brunnen entdecken. Es hat nicht nur der islamische Gerichtshof deinen Sitz im „Mahakma“, sondern der „Pacha von Casablanca“ hat seinen offiziellen Salon in diesem Gebäude.

Fes

Mittwoch, 18. Juni 2008

In der Stadt Fes leben ca. 1.050.000 Einwohner. Sie gehört auch zu den vier Königsstädten. Fes ist die älteste der vier. Im Jahr 1976 nahm die UNESCO die Stadt in ihren Schutz und seit dem werden Teile der Stadt Stück für Stück restauriert. Sehenswert in Fes ist die 16km lange Ringstraße die um die Stadtmauern von Fes herumführt. Von dieser Straße aus kann man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und deren Umgebung genießen. Die Karaouyine-Moschee ist wohl das schönste Bauwerk in Fes. In der Moschee finden 20.000 Gläubige platz und das auf einer Größe von 16.000 qm. Das Bauwerk wird von 270 wunderschönen Säulen gestützt, 14 riesige Tore führen in das innere der Moschee.
In der “Medersa Bou Inania“ eine weitere Moschee in Fes kann man solche Sprüche wie z.B. “Ich bin der Sammelpunkt aller Wissenschaften, mache aus mir dein Heim und du wirst , wie du hoffst, ein einzigartiger Wissenschaftler zu werden” finden. Mit solchen Sprüchen sind dort die Kacheln beschrieben. Dieses Gebäude ist nicht nur eine Moschee mit einer wunderschönen Kanzel sondern auch eine Koranschule. Wenn man sich in dem Bauwerk befindet kann man die Perfektion bewundern die sich aus der Feinheit und der Vielfalt von Farben zusammen setzt. Sehr sehenswert ist selbstverständlich auch das Handwerks- und Handelsviertel. Dort kommen Sie an Kupfer und Messingschmiede, Drechslern, Tischlern, Fisch und Gemüsehändlern sowie Gewürzhändlern vorbei. Was bei einem Besuch in Fes nicht fehlen sollte, ist auch ein Besuch bei den Gerbern bei denen Leder und Felle noch nach mittelalterlichen Methoden gegerbt und eingefärbt werden.

Marrakesch

Mittwoch, 18. Juni 2008

Marrakesch, gegründet im Jahr 1092, liegt im Südosten des Landes und ist mit mehr als 1.000.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Marokkos.
Seit dem Jahr 1985 wurde das Weltkulturerbe der UNESCO durch die Altstadt zusammen mit den „Agdal-Garten“ und den „Menaragarten“ anerkannt.
Der „Agdal- Garten“ ist der älteste Park Tunesiens und wurde im 13. Jahrhundert angelegt. Er erstreckt sich mit verstreuten Pavillon`s bis zum Königspalast hin. Unzählige Granatapfel-, Orangen- und Olivenbäume werden aus mehreren Teichen bewässert, dessen Wasser aus der „Hohen Atlas“ stammt.
Der “Menaragarten” ist circa 100 Hektar groß. Seine großzügige Olivenplantage wird durch einen See in der Mitte des Gartens bewässert.

Hauptattraktion in Marrakesch ist der Platz “Djemaa El Fan“ ( Platz der Geköpften), auf dem bis heute Schlangenbeschwörer, Künstler, Musiker, Erzähler, Wahrsager und Gaukler und viele mehr auftreten. Das Stadtbild wird vor allem durch enge Gassen, Moscheen, Museen und Palästen geprägt. Marokkos meist fotografierte Minarett findet man in der „Koutoubia-Moschee“. Sie besteht aus 17 Langschiffen, wunderschönen Stuck und wurde im Jahr 1153 erbaut. Im 12. Jahrhundert erhielt sie dazu noch das größte Minarett, welches man schon aus der Ferne sieht. Direkt neben der „Kasbah-Moschee“ und der „Koutoubia- Moschee“ liegen die „Saadier-Gräber“. Ein langer schmaler Gang führt zu zwei Mausoleen in denen 7 Sultane und deren 62 Familienangehörige ihre Ruhe fanden. Der prunkvollste Raum ist der, der zwölf Säulen. Die aus Zederholz gefertigte Kuppel des Saals wird auf 12 Säulen getragen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die über 400 Jahre alte Koranschule mit wunderschöner Holzschnitzerei und Mosaiken. Bis zu 900 Studenten wurden in 150 Zellen untergebraucht. Studiert wurde vor allem die Theologie. Im Jahre 1900 errichtete „Bahia- Palast“ mit wertvollen geschnitzten Zedernholz, üppig bepflanzten Innenhöfen war die Residenz von „ Si Moussa“ und „Ba Ahmed“. Mit 160 Räumen ist der schönste das „Zimmer der Favoritin“.

Meknes

Mittwoch, 18. Juni 2008

In dieser Stadt leben ca. 500.000 Einwohner und sie ist eine der vier Königstädte mit denen sich Marokko schmücken kann.

Meknes hat zwei Stadtkerne die durch den Fluss “Boufekrane“ voneinander getrennt werden.
Wenn man die Stadt Meknes erwähnt spricht man von einer der landwirtschaftlich reichsten Gebiete, wo ein sehr angenehmes Klima das ganze Jahr herrscht.

Wenn Sie ein Weinkenner sind dann haben sie sicher von den Weinen wie z.B.: „Ksar Guerrouane“ oder „Les Trois Domaines“ schon einmal etwas gehört. Diese Weine erreichen ohne Mühe die Qualität Französischer Landweine.

Das Erdbeben von 1755 zog eine große Spur der Verwüstung durch Meknes, erst ab dem Jahr 1912 ging es mit der Stadt wieder bergauf und so wurde aus Meknes eine der landwirtschaftlich wichtigsten Städte Marokkos.

„El Hedim“ ist der Platz an dem sich das berühmteste Tor Marokkos befindet das „Bab EI Mansour“.
Im Jahre 1732 wurde es fertig gestellt. Es war der Ort an dem früher sehr viele Gerichtsverhandlungen stattfanden. Dort wurden auch die Köpfe der Leute ausgestellt, für die das Urteil Hinrichtung ausgesprochen wurde. Wenn man einmal am „EL Hedim“ ist dann kann man sich gleich noch den Palast „Dar Jamai“ ansehen in dem sich das Museum für Marokkanische Volkskunst befindet.

In Meknes findet man auch eines der bedeutendsten islamischen Bauwerke der Stadt. Es wurde im Jahr 1356 fertig gestellt. Dieses Gebäude beherbergte in der früheren Zeit in winzigen Zellen die Koranschüler.

Was natürlich als Sehenswürdigkeit auch nicht unerwähnt bleiben sollte der „Heri Dar el Ma“, ein Vorratsspeicher von riesigem ausmaß und selbstverständlich die riesigen Pferdeställe des Moulay Ismail in denen man bis zu 12.000 Pferde halten konnte.

Rabat

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Hauptstadt des Landes mit ca. 1,6 Mio. Einwohnern. Man erahnt sich eine frühe Besiedlung der Gegend durch prähistorische Funde in der Nähe von Salé. Die Medina erhielt ihr Aussehen, was sie heute noch hat und das im gut erhaltenen Zustand, im 17 Jh. von den Andalusienflüchtlingen.
An die Medina grenzt ein typisch orientalischer Bazar an auf dem man nicht nur Haushaltwaren findet sondern auch Kleidung, Obst, Gewürze und Gemüse. Im Altstadtviertel von Rabat findet man ein eindrucksvolles Bauwerk was im 12 Jh. erbaut wurde. Die Festungsanlage Kasbah mit dem Oudaïa-Tor. Früher diente die Festung als Wehrburg heute findet man in ihr ein Cafe ein Museum und eine Moschee. Die Gartenanlage die mit ihrem andalusischem Flair glänzt könnte man schon eher nach seiner Größe nach als Park bezeichnen. Von einer felsigen Anhöhe aus, hat man einen wunderschönen und atemberaubenden Blick auf Salé. Sehenswert ist auch „Bab el Rouah“ (Tor der Winde) mit den wunderschönen Türmen und den Stadtmauern aus Lehm.
Die Farben weiß und blau dominieren in den Gassen des Altstadtviertels von Rabat. Dort findet man kleine Galerien sowie super schöne Cafe´s,l wo man sich bei Mandelplätzchen und würzigem Pfefferminztee das orientalische Treiben auf dem Bazar ansehen kann. Um nach Salé zu kommen muss man von Rabat aus über eine Brücke. Durch das Tor “Bab Mrisa”, das älteste Tor von Salé, gelangt man in das Judenviertel. Wenn man das Kunsthandwerk interessant findet, dann sollte man unbedingt nach Salé, weil man bei dieser Stadt von einer der bedeutendsten Kunsthandwerkerstädten spricht, in dem Teppiche und keramische Produkte kunstvoll gefertigt werden.