Archiv für die Kategorie ‘Italien’

Messina

Mittwoch, 18. Juni 2008

Messina ist die drittgrößte Stadt auf der Insel Sizilien und umfasst eine Fläche von rund 212 Quadratkilometern. Durch seine Nähe zum italienischen Festland trägt Messina ebenfalls den Namen Tor Siziliens. In der Stadt leben heute circa 245000 Einwohner.

Die Stadt Messina gehört heute zu den wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Siziliens, obwohl diese im Laufe ihrer Geschichte immer wieder durch schwere Erdbeben und Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

Im Dom von Messina wurden die Überreste von König Konrad IV. begraben. Erbaut wurde der Dom bereits im 12. Jahrhundert. Nach seiner Zerstörung im Jahr 1908 durch ein Erdbeben, und im Jahr 1943 durch einen Brand, wurde dieser wieder aufgebaut. Neben dem Dom von Messina sind ebenfalls sehenswert die Kirche Madonna delle Grazie und die Santa Maria Alemanna.

Die Stadt verfügt ebenfalls über viele Paläste, wie zum Beispiel den Palazzo Monte di Piet’a, den Palazzo dell’Ina oder den Banco di Sicilia. Der Palazzo Monte die Pietà wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Im Jahr 1534 stand dort eine kleine Kirche, welche jedoch im Jahr 1541 abgerissen wurde. Im Anschluss wurde die Kirche Monte die Pietà dort errichtet. Der Palazzo des Monte die Pietà gehört zu den eindrucksvollsten, monumentalen Schöpfungen. Besonders beeindruckend ist die gewaltige Fassade, die nur durch ein mächtiges Mittelportal und einige Fenster mit einem rustizierten Rahmen durchbrochen wird. Das Mittelportal führt Besucher in ein tonnengewölbtes Vestibül. Ebenfalls beeindruckend ist die Loggia des Palazzo, welche über drei offene Arkaden verfügt.

Im Jahr 1707 wurde die gesamte Kirche durch den Künstler Filippo Tancredi ausgemalt und das vorhandene Altarbild stammt von dem Künstler Deodato Guinaccia. In der Mitte des Gebäudes befindet sich der Brunnen der Abbondanza, von Ignazio Buceti aus dem Jahr 1741.

Palermo

Mittwoch, 18. Juni 2008

Palermo ist die Hauptstadt der Insel Sizilien. Auf einer Fläche von rund 158 Quadratkilometern leben heute circa 671000 Einwohner. Die Stadt ist die fünftgrößte Stadt Italiens und gehört zu den kulturellen und politischen Zentren Siziliens.

Zu den bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Kathedrale, welche bereits um 1184 erbaut wurde. Im Laufe der Jahre wurde diese mehrere Male umgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt die Kathedrale eine Barockkuppel und das Innere der Kirche wurde im klassizistischen Stil umgestaltet. In ihrem Inneren befinden sich die Gräber von Heinrich VI. und Friedrich II. Neben der Außenansicht sind vor allem der Domschatz und die Krypta sehenswert.

Palermo verfügt über einige Kirchengebäude, welche im arabisch-normannischen Stil errichtet wurden. Zu den ältesten Gebäuden gehört die San Giovanni de Lebbrosi aus dem Jahre 1071. Ebenfalls sehenswert sind die La Martorana aus dem Jahr 1143, die San Cataldo aus dem Jahr 1160 und die La Magione. Zu den gotischen Kirchen gehören die Santo Spirito aus dem 12. Jahrhundert, die Sant Àgostino und die San Francesco d’Assisi aus dem 13. Jahrhundert.

In dem Kirchengebäude Santa Maria dello Spasim aus dem Jahr 1506, befindet sich heute ein Kulturzentrum, in dem in regelmäßigen Abständen Theater- und Musikveranstaltungen stattfinden.
Die Stadt verfügt zudem über einige Paläste, wie zum Beispiel den Normannenpalast, welcher früher als Residenz der Könige und Vizekönige Siziliens genutzt wurde. Heute befindet sich in dem Gebäude der Sitz des Sizilianischen Parlamentes. Besucher sollten unbedingt die Cappella Palatina und das Zimmer des Roger besichtigen, welche beide mit Mosaiken aus normannischer Zeit ausgestattet sind.
Palermo beherbergt zudem einige sehenswerte Museen, wie zum Beispiel das Archäologische Regionalmuseum, die Regionalgalerie, das Diözesanmuseum sowie das Museo Etnografico Siciliano Giuseppe Pitrè.

Rom

Mittwoch, 18. Juni 2008

Rom ist die größte Stadt Italiens, mit einer Gesamtfläche von rund 1285  Quadratkilometern und circa 2,7 Millionen Einwohnern. Die Stadt befindet sich direkt am Ufer des Tiber und war in der Antike die Hauptstadt des römischen Reiches. Die Altstadt wurde im Jahr 1980 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Als Innenstadt von Rom wird das Gebiet innerhalb der Aurelianischen Mauern angesehen, wobei sich das historische Zentrum fast nur am linken Ufer des Tibers ausbreitet. In diesem Bereich befinden sich die größten Baudenkmäler, welche zum Teil noch aus der Antike stammen.

Rom gilt heute als die Hauptstadt des italienischen Kulturlebens und vor allem das Opernhaus der Stadt, welches zu den größten von Italien gehört, bietet immer wieder unterschiedliche Opernaufführungen an. Ebenfalls existieren rund 20 Theater und 6 Konzertsäle, die vor allem in den Sommermonaten ein abwechslungsreiches Programm bieten.

Das älteste Museum Roms umfasst die 1471 eingerichteten Kapitolinischen Museen, die heute die bedeutendsten Kunstkollektionen umfassen. Im Museo Nazionale Romano delle Terme können Interessenten eine Vielzahl von römischen und griechischen Plastiken besichtigen. Das Gebäude wurde im Übrigen von dem bekannten Künstler Michelangelo entworfen.

In Rom befinden sich viele alten Kirchen und Paläste sowie antike Stadtmauern oder Triumphbögen. Der Platz Piazza Navona zeigt drei Brunnen, von denen einer, der Fontana di Quattro Fiumi, von dem italienischen Bildhauer Gian Lorenzo Bernini, gebaut wurde. Ebenfalls sehenswert ist der Piazza di Spagna, mit der berühmten spanischen Treppe aus dem 18. Jahrhundert.

In der gesamten Stadt finden sich Sehenswürdigkeiten aus dem christlichen Rom oder dem modernen Rom. Die Stadt bietet zudem viele fürstliche Villen mit riesigen Parkanlagen, wie zum Beispiel die Villa Borghese, die Villa Ada und die Villa Doria Pamphili.

Syrakus

Mittwoch, 18. Juni 2008

Syrakus ist eine Stadt auf der Insel Sizilien, mit einer Gesamtfläche von rund 204 Quadratkilometern. Heute leben in der Stadt circa 124000 Einwohner. Die Stadt Syrakus liegt an der Ostküste und wurde im Jahr 2005 von der UNESCO, zusammen mit der Nekropolis von Pantalica, zum Weltkulturerbe erklärt.

Den Mittelpunkt der Altstadt bildet die Piazza Archimedes. Der Hauptplatz ist umgeben von Palästen aus dem 14.-16. Jahrhundert. Besonders sehenswert sind vor allem der Uhrenpalast, der Palazzo Montalto und der Palazzo Lanza. Direkt in der Mitte des Platzes befindet sich der Artemisbrunnen, welcher darstellt, wie sich Artehusa mit Hilfe der Göttin Artemis in eine Quelle verwandelt.
Der Palazzo Parisio und der Palazzo Bellomo gehören zu einem alten Benediktinerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Hier finden Besucher zudem das größte Museum in der Altstadt, das Museo Regionale di Palazzo Bellomo, welches unterschiedliche Gemälde ausstellt.

Der im 6. Jahrhundert v. Chr. erbaute Apollontempel ist heute der größte und älteste griechische Tempel Siziliens. In früheren Zeiten wurde der Tempel vorwiegend als Kirche genutzt, anschließend sogar als Moschee. In den Jahren 1930-1940 wurden die Überreste ausgegraben, von denen heute noch das Fundament, einige Teile der Cellawand und Reste dorischer Säulen vorhanden sind. Ebenfalls sehenswert sind des weiteren der Dom Santa Maria delle Colonne und die Barockkirche Lucia alla Badia.

An der Südspitze von Ortygia befindet sich das Castello Maniace aus dem Jahr 1038. Die gut erhaltene, rechteckige Festungsanlage verfügt über insgesamt vier runde Türme, und zeigt Besuchern die militärische Bedeutung der Stadt in früheren Zeiten.

Venedig

Mittwoch, 18. Juni 2008

Venedig ist eine Stadt im Nordosten von Oberitalien, an der adriatischen Küste. Auf einer Fläche von rund 412 Quadratkilometern leben heute circa 269000 Einwohner. Venedig erstreckt sich entlang der Adria über 117 kleine Inseln einer Lagune. Die vorhandenen Inseln sind mit rund 400 Brücken miteinander verbunden. Im Jahr 1987 wurde Venedig, und die Lagune, in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Venedig ist vor allem durch seinen vielen Kirchen bekannt geworden, welche vom Stil her vom Barock bis in die Romantik reichen. Das Symbol Venedigs ist der Markusdom – San Marco -, welcher ursprünglich im byzantinischen Stil erbaut wurde, um die Gebeine des Evangelisten Markus zu beherbergen. Die älteste Kirche in Venedig ist vermutlich die San Giacomo di Rialto, an der jedoch im Laufe der Jahre einige Veränderungen vorgenommen wurden. Im Großen und Ganzen wurde das Originalaussehen aus dem 14. Jahrhundert jedoch erhalten. Die San Polo entstand bereits im 9. Jahrhundert, wurde dann zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaut. Besonders bemerkenswert ist das vorhandene gotische Portal, welches aus der Werkstatt von Bartolomeo Bon stammt.

Venedig zeigt Besuchern unzählige alte Kirchen und Paläste, wie zum Beispiel den Dogenpalast. Einen guten Einblick in die byzantinische Bauweise gewährt heute noch der Fontego die Turchi oder der Ca‘ da Mosto.

Neben den unzähligen Gebäuden sind vor allem die vorhandenen Skulpturen sehenswert, welche sich zum Beispiel direkt neben dem Markusdom befinden. Die Akritanischen Säulen wurden vermutlich aus Konstantinopel importiert und zwischen den Jahren 524 und 527 hergestellt. In Venedig befindet sich zudem das berühmteste Bronzemonument seiner Art, das Reiterstandbild, welches von Andrea Verrocchio geschaffen wurde. Das Bronzemonument wurde im Jahr 1496 gefertigt.

In Venedig finden sich viele Werke unterschiedlicher Maler, zahllose Mosaike oder Statuen.