Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

Festung Königstein

Mittwoch, 18. Juni 2008

Auf einem der markanten Tafelberge der Sächsischen Schweiz befindet sich die Festung Königstein. Sie liegt auf dem 360 m hohen und etwa 9,5 Hektar großen Plateau des gleichnamigen Berges. Die Festungsanlage wurde bereits vor über 750 Jahren errichtet und niemals von Feinden erstürmt. Erstmalig urkundlich erwähnt wird die Anlage im Jahre 1241. 1516 beziehen zwölf Mönche und ein Prior das “Kloster des Lobes der Wunder Mariae” auf dem Königstein, welches bis 1524 besteht. Erst viel später, im 16. Jahrhundert wird auf Befehl Kurfürst Christian I. der Bau zur Festung verstärkt. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts entstehen das Torhaus, die Streichwehr, die Alte Kaserne, die Friedrichsburg und ein Zeughaus. In den folgenden Jahrhunderten werden die Verteidigungsanlagen immer wieder erweitert. Wegen der praktisch militärischen Uneinnehmbarkeit der Festung suchten die sächsischen Landesherren in unruhigen Zeiten hier mehrfach Zuflucht. Der sächsische Staatsschatz und Kunstschätze wurden hier aufbewahrt. Aber bereits zu dieser Zeit war der Königstein wegen seiner landschaftlichen Lage ein beliebtes Ausflugsziel des königlichen Hofstaates, worauf ja bereits der Name schließen lässt. Zahlreiche höfische Feste wurden hier gefeiert. Im 19. und 20. Jahrhundert diente die Festung mehrfach als Gefangenenlager. Zunächst nutzte 1849 die sächsische Königsfamilie während des Maiaufstandes in Dresden die Festung wieder einmal als Zufluchtsort, nach der Niederschlagung des Aufstandes wird sie Gefängnis für die verhafteten Revolutionäre. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Festung als Kriegsgefangenenlager zunächst für polnische Gefangene, später für französische Offiziere. 1955 wird der Königstein der Öffentlichkeit als militärhistorisches Freilichtmuseum zugänglich gemacht, 1991 geht die Festung in das Eigentum des Freistaates Sachsen über. Heute beherbergt die Anlage verschiedene Museen, wie zum Beispiel das Waffenmuseum. Auf dem Gelände befindet sich auch der mit 152,5 Metern tiefste Brunnen Sachsens.

Schloss Colditz

Mittwoch, 18. Juni 2008

Das Schloss Colditz stammt aus dem 11. Jahrhundert. Als Erbauer wird Wiprecht von Groitzsch angesehen. Bekannt wurde das Schloss vor allem als Gefangenenlager während des Zweiten Weltkriegs. Hier waren vor allem Offiziere aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Holland, Polen und weiteren Staaten im Lager “Oflag IVC” untergebracht. Wegen seiner exponierten Lage auf einem Felsen galt Colditz bei den Nazis als besonders ausbruchsicher. Dennoch gelang 30 Häftlingen die Flucht. Berühmt wurde der Brite Pat Reid. Das Buch seiner Flucht “The Colditz Story” wurde später in England als Serie verfilmt. Unterschiedliche Bauformen zeugen von der wechselvollen Geschichte und Nutzung des Schlosses, die 1046 begann. 1158 begründete Thimo I. die Dynastie der “Herren von Colditz”. Das Schloss wurde im Laufe der Jahrhunderte zwei Mal zerstört und wieder neu aufgebaut. Die erste Zerstörung geht auf die Hussiten im 15. Jahrhundert zurück, die zweite durch eine Brandstiftung im Jahr 1504. Ende des 16. Jahrhunderts richtete Kurfürst August Colditz zu einem prächtigen Jagdschloss her. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Colditz Residenzstadt und erlebte eine Blütezeit. Bis 1753 war das Schloss Witwenresidenz und Jagdschloss sächsischer Kurfürstinnen. Danach verfiel es immer mehr. Ab dem 19. Jahrhundert wurde das Schloss als Straf- und Versorgungsanstalt für das Leipziger Land genutzt. Die Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde bereits eingangs erwähnt. Bis in die neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts erfolgte die Nutzung des Schlosses als Krankenhaus und Pflegeheim. Gegenwärtig wird es renoviert. Die im Bau befindliche Europa-Jugendherberge liegt inmitten des Städtedreiecks Dresden – Leipzig – Chemnitz. Besucher finden im Colditzer Wald herrliche Entspannung und erreichen von hier aus die anderen interessanten Schlösser und Burgen des Muldentals.

Albrechtsburg Meissen

Mittwoch, 18. Juni 2008

Über der Stadt Meißen erhebt sich die spätgotische Albrechtsburg. Die durch ihre eindrucksvolle Architektur das Stadtbild dominierende Burg wird heute überwiegend als Museum genutzt. Daneben ist sie aber auch Veranstaltungsort für Konzerte, Open-Air Konzerte, Kabarett und Mittelalterfeste auf dem Burghof. Die Albrechtsburg blick auf eine über eintausend jährige Geschichte zurück. Bereits 929 errichtete König Heinrich I. auf dem heutigen Burgberg eine Wehranlage zur Sicherung der eroberten slawischen Gebiete. 1423 wird Friedrich der Streitbare erster wettinische Kurfürst. 1471 beginnt Arnold von Westfalen den Bau des Schlosses. Es entsteht eines der modernsten Bauwerke jener Epoche mit verschiedenen architektonischen Meisterleistungen (Zellengewölbe, Vorhangbogenfenster). Das Gebäude gilt zugleich als erster Schlossbau im deutschsprachigen Raum. Auf Anweisung August des Starken wird 1710 in Räumen der Albrechtsburg die erste Porzellanmanufaktur Europas errichtet. Bis 1863 wird nun das Meissner Porzellan hier produziert. 1875 beginnt die Ausmalung der Schlossräume mit einem völlig neu geschaffenen Wandbilderprogramm zur sächsischen Geschichte. Diese Malerei bildet heute den umfangreichsten erhaltenen Bestand historischer Wandmalereien in Sachsen. Nach einer Sanierung der Räume im Stile des Historismus wird die Albrechtsburg 1881 für die Öffentlichkeit als eine „Gedenkstätte sächsischer Geschichte“ zugänglich gemacht. Heute können Besucher auf der Albrechtsburg eine Sammlung mittelalterlicher Plastik und eine Ausstellung zur Manufakturgeschichte besichtigen. Daneben finden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen statt. Zahlreiche Angebote gibt es auch für Kinder. Einige der historischen Räumlichkeiten können für Hochzeiten genutzt werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Räume für Feierlichkeiten oder Tagungen zu mieten. Im September 2005 wurde der historischen Rundweg auf dem Meißner Burgberg wieder eröffnet. Damit lädt die Albrechtsburg nicht nur zur Besichtigung der Räumlichkeiten des Schlosses ein sondern auch zu einem Spaziergang durch die gesamte Burganlage.

Fischmarkt Hamburg

Mittwoch, 18. Juni 2008

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Ein Muss für jeden Hamburg-Touristen ist der Besuch des Fischmarktes. Der Markt ist nicht zu verfehlen und gut mit den S-Bahn-Linien S1 und S3 zu erreichen. Seit dreihundert Jahren gibt es in Hamburger Stadtteil Altona den Fischmarkt ganz in der Nähe der Speicherstadt am Hafen. Tausende Besucher aus Hamburg und der ganzen Welt kommen jeden Sonntag, oft schon ganz früh, um am regen Treiben teilzunehmen. Wer am frühen Sonntagmorgen einen Einkauf mit Unterhaltung verbinden möchte, sollte ab 05:00 Uhr hier herkommen. In den Wintermonaten kann man allerdings etwas länger schlafen. Da geht das bunte Treiben erst um 07:00 Uhr los. Im Sommer kommen jede Woche bis zu 70.000 Besucher auf den Markt, im Winter sind es immer noch bis zu 10.000, die sich den Trubel rund um die etwa 300 Händler anschauen und natürlich auch Fisch kaufen möchten. In den frühen Morgenstunden treffen sich hier also die Nachtschwärmer mit den Frühaufstehern, Touristen mit den Hamburger Einwohnern. Natürlich wird auf dem Markt vor allem frischer Fisch angeboten, aber auch Obst und Gemüse, Blumen, Flohmarktartikel und sogar Kleintiere können erworben werden. Hier können Marktschreier, wie der Aale-Dieter, ein typisches Hamburger Original, beobachtet werden. Nur nicht zu lange, denn dann hat man garantiert einen Fisch in seinem Netz. Aber hier wird nicht nur verkauft. Auf Bühnen wird Musik für jeden Geschmack gespielt. Es ist dafür kein Eintritt zu entrichten. Und die Nachtschwärmer gehen oft gleich zum Brunch ins Café der Fischauktionshalle. Dort kann man sich mit einem Blick auf die Elbe sein Frühstück schmecken lassen.

Speicherstadt Hamburg

Mittwoch, 18. Juni 2008

Wer nach Hamburg kommt, sollte keinesfalls den Besuch der Speicherstadt verpassen. Hier wird Geschichte buchstäblich erlebt. Zwischen Baumwall und Deichtorhallen befindet sich die Speicherstadt. Am Rande der neu erbauten „HafenCity“ liegt die Schatzkiste der Hamburger Wirtschaft. Den besten Eindruck erhalten Touristen bei einer Führung, die man später gleich mit einer Fleetfahrt vom Jungfernstieg aus verbinden sollte. Zu sehen, wie hier gearbeitet wurde und teilweise noch immer gearbeitet wird, ist einfach beeindruckend. Die Speicherstadt hat allen Kriegen getrotzt und wird heute immer noch genutzt wie schon vor vielen Jahren. Sie ist aber nicht nur Arbeitsstätte sondern sogar Theaterbühne und war schon Kulisse für viele Filme und Serien. Der eigentliche Anlass für den Bau der Speicherstadt im Jahre 1888 war der durch Bismarck erzwungene Zollanschluss Hamburgs. Die „Stadt in der Stadt“ wuchs über mehrere Jahrzehnte auf eine Fläche von knapp 500.000 Quadratmeter. Sie gilt heute als der größte zusammenhängende Speicherkomplex der Welt. Die Speicher bestehen zumeist aus sechs- oder siebenstöckigen Ziegelbauten. Hinter den Mauern der Häuser lagern die Schätze dieser Welt. Hier findet man neben Kaffee, Kakao und Tee, hochwertige Elektronikgeräte ebenso, wie die berühmten Perserteppiche (die Speicherstadt ist das größte Orientteppichlager der Welt). Die Waren werden hier nicht nur gelagert, sondern müssen zum Teil auch weiterverarbeitet oder veredelt werden. Eine Fleetfahrt durch die beleuchtete Speicherstadt gehört zu den abendlichen Höhepunkten Hamburgs. Mit dem Anbringen einer neuen Beleuchtung an der Poggenmühlenbrücke, der Sandbrücke und am Kleinen Fleet sowie der Beleuchtung des Rathauses der Speicherstadt wurde ein einzigartiges Illuminationsprojekt in Hamburg geschaffen und ausgebaut.

Alte Elbtunnel - Hamburg

Mittwoch, 18. Juni 2008

Der Alte Elbtunnel erhielt seinen Namen, da es seit 1975 einen neuen Tunnel gibt, jetzt sogar mit vier Röhren, obwohl er eigentlich noch gar nicht so alt ist. Der Alte Elbtunnel, der 1907 bis 1911 erbaut wurde, ist die erste Flussuntertunnelung des europäischen Festlandes. Er verbindet den Stadtteil St. Pauli mit der Werftinsel Steinwerder. Eine dominante Kuppel bei den Landungsbrücken, nach den Jahren mit Grünspan überzogen, ist der Eingang zu den zwei mit Kacheln ausgekleideten Tunnelröhren. Der Tunnel ist nach Literaturangaben genau 426,5 Meter lang und  liegt in 24 Meter Tiefe. Die Röhren besitzen einen Durchmesser von 6 Meter. Dieser Durchmesser wurde beim Bau deshalb so bemessen, damit eine Kutsche mit aufgestellter Peitsche gerade noch durchpasst. Solche Fahrzeuge dürften den Tunnel heute allerdings nur noch sehr selten passieren. In Aufzügen erreicht man die Fahrbahnen und Fußwege, die außer an Sonn- und Feiertagen für PKW, Rad- und Fußgänger geöffnet sind. Etwa 40.000 Fußgänger und 30.000 Fahrzeuge passieren den Tunnel auch heute noch monatlich. Im Gegensatz zu seinem neuen und viel größeren Bruder ist der alte Tunnel reich verziert. Der aufmerksame und interessierte Beobachter kann viele bautechnisch interessante Details entdecken, wie zum Beispiel das Seehundrelief an der Tunnelwand. In regelmäßigen Abständen befinden sich Reliefs mit Meerestieren. In den beiden Treppenhäusern des Tunnels gibt es Holzverzierungen zu bestaunen. Die Fahrstühle befinden sich als sichtbare Eisenkonstruktion auf der Straßenseite in einem kreisrunden Schacht. Die Ausstattung mit den zahlreichen Reliefs entwarf Hermann Perl. Die Vorhalle für Fußgänger im östlichen Eingang wurde mit farbigen Mosaiksteinen ausgelegt. Eine Bronzetafel enthält die wichtigsten technischen Daten des Tunnels.

Hamburg - Zoo

Mittwoch, 18. Juni 2008

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Fragt man einen Hamburger, ob die Stadt einen Zoo besitzt, wird dieser wohl antworten: „Hamburg besitzt keinen Zoo – Hamburg hat Hagenbeck!“. Hagenbecks Tierpark entstand aus einer Seehundeschau des Fischhändlers Hagenbeck. Heute gilt er als einer der größten privaten Tiergärten der Welt und ist zugleich der einzige privat geführte Zoologische Garten in Europa. Am 7. Mai 1907 öffnete der erste gitterlose Zoo der Welt in Hamburg-Stellingen seine Tore. Die Tiere lebten dort nicht wie in andern Gärten in Käfigen. Gräben und Felsbarrieren trennen die Besucher von den Tieren. Als vor über 100 Jahren der Zoo zum ersten Mal öffnete, war das es eine Sensation, Löwen, Pinguinen oder Elefanten so zu erleben. Auf dem 27 Hektar großen Gelände kann man 2500 Tiere aus über 300 Arten in Freigehegen und Unterbringungen erleben. Über 50 Freigehege bieten den Tieren einen ihren natürlichen Bedingungen angepassten Lebensraum. Seltene Tierarten, wie Kodiak-Bären oder Orang-Utans können beobachtet werden. In einem sogenannten „Troparium“ befindet sich ein 6 m langes Korallenbecken mit Meerestieren. Berühmt ist das Felsengebirge mit den Mähnenschafen und Tahrziegen. Es ist an dieser Stelle natürlich unmöglich, alle Tierarten des Parks aufzuzählen. Es sind so viele, dass man bei einem Durchgang auch in mehreren Stunden kaum alle Arten zu sehen bekommt. Stellvertretend genannt werden sollen nur: Elefanten - ihr Gehege gehört zu den größten Anlagen im Zoo mit einer ganzen Herde indischer Elefanten, die sich hier auch fortpflanzen, Löwen, Eisbären und Orang-Utans. Das Affenhaus ist ein besonderer Besuchermagnet für Familien. Hier kann man eine ganze Affenhorde beobachten. Die Orang-Utans, die sich in der hohen hellen Halle über Seile und auf Bäumen bewegen, können gut beobachtet und auch fotografiert werden.

Hamburg - Fernsehturm

Mittwoch, 18. Juni 2008

Hamburgs höchstes Bauwerk ist der Fernsehturm, der zu Ehren des deutschen Physikers auch Heinrich-Hertz-Turm genannt wird. Der Sendeturm wurde von 1965 bis 1968 nach den Plänen der Architekten Fritz Trautwein und Fritz Leonhardt errichtet und erreicht eine Gesamthöhe von genau 279,8 Meter. Von den Hamburgern wird der Turm in Anlehnung an den Michel der Michaleiskirche auch gern als “Tele-Michel” bezeichnet. Ein sich nach oben hin zuspitzender Stahlbetonpfeiler mit einem Durchmesser von 40 Metern bildet die Grundkonstruktion des Turms. Er weist mehrere scheibenartige Plattformen auf. Die meisten dienen der Anlagentechnik. Eine Aussichtsplattform auf 128 Meter Höhe sowie die sich in einer Stunde um die eigene Achse drehende Gastronomieplattform auf 132 Meter Höhe ermöglichen einen Panoramablick nicht nur über Hamburg sondern auch auf die benachbarten Bundesländer Schleswig-Holstein und  Niedersachsen. Ein Aufzug legt die 132 Meter Höhe bis zum Restaurant in 25 Sekunden zurück. Allerdings ist dies zur Zeit nicht mehr möglich, da beide Plattformen seit 2001 geschlossen sind. Vermutlich wird dies auch auf länger Sicht so bleiben, da die Kosten für den Umbau erheblich sind. Die Deutsche Funkturm GmbH betreibt zur Zeit den Heinrich-Hertz-Turm sowie 500 weitere Funktürme und 7.000 Sendemasten in ganz Deutschland. Seit einiger Zeit ist die Telekom auf der Suche nach einem potenten Käufer für den Turm. Sie will nach einem Verkauf die Sendemasten zur Nutzung anmieten. Die Sendeeinrichtungen werden nicht nur von der Telekom sondern auch von Mobilfunkanbietern und Rettungsdiensten genutzt. Ein großes Problem beim Verkauf der Anlage stellen allerdings die veralteten Sicherheitseinrichtungen dar. Vor allem die Brandschutzeinrichtungen sind dringend sanierungsbedürftig.

Dresden - Großer Garten

Mittwoch, 18. Juni 2008

Wer einen anstrengenden Tag mit der Besichtigung der vielen Dresdner Sehenswürdigkeiten, wie Frauenkirche, Semperoper oder Zwinger verbracht hat, sucht danach vielleicht etwas Ruhe und Entspannung. Diese kann der Dresden-Tourist mitten in der Altstadt finden, im Großen Garten. Im Großen Garten befinden sich der Tierpark, der Botanische Garten, das Palais mit einem kleinen Teich und nicht zuletzt eine Freilichtbühne, auf der jährlich viele Konzerte stattfinden. Verbunden sind alle Anlaufpunkte mit einer Parkeisenbahn, die von Mai bis September in Betrieb ist.  Durch den Park führen  Alleen und viele kleine Wegen, die zum Spazieren einladen. Daneben ist das Parkgelände heute ein Paradies für Skater. Mit seiner herrlichen Gartenarchitektur zählt der  Großer Garten zu den bedeutendsten Parkanlagen Sachsens. Es gibt zahlreiche schöne Plätze, an denen man sich ausruhen und entspannen kann. Ebenfalls auf dem Gelände des Parks befindet sich die im Jahr 2000 eröffnete Gläserne Manufaktur des Autoherstellers Volkswagen. Die größte Parkanlage der sächsischen Hauptstadt wurde bereits im 17. Jahrhundert im Auftrag von Kurfürst Johann Georg III. angelegt. In der Mitte des Parks steht das königliche Palais, welches als erstes barockes Bauwerk Dresdens gilt und ab 1709 für opulente, aufwändige Hoffeste genutzt wurde. Bei diesen Festen bekam jeder der geladenen Gäste innerhalb des Festablaufs seinen genauen Platz zugewiesen, der die Stellung bei Hofe widerspiegelte. Im Palais wurde auch die Hochzeit von Friedrich August ll. mit der Nichte Kaiser Karl Vl., Maria Josepha von Österreich, im September 1719 gefeiert. Das Fest soll insgesamt 4 Wochen gedauert haben. Schwere Beschädigungen erlitt der Park im Zweiten Weltkrieg. Nach den Bombenangriffen auf Dresden im Februar 1945 zählte man über 200 Bombeneinschläge, das Palais war völlig ausgebrannt. Von den vielen barocken Gartenplastiken blieben nur wenige erhalten. Seit 1950 erfolgten erste Rekonstruktionsmaßnahmen zum Wiederaufbau, die sich bis in die jüngere Gegenwart fortsetzten.

Berliner Dom

Mittwoch, 18. Juni 2008

Der Berliner Dom gilt als größter protestantische Kirchenbau des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Entworfen als protestantisches Gegenstück auf den Petersdom entstand der Dom als Hof- und Denkmalskirche der Hohenzollern unter Kaiser Wilhelm II. zwischen 1894-1905 im neobarocken Stil. Die Pläne für den Bau stammen von Julius Carl Raschdorff. Der Innenraum des von der Hochrenaissance geprägten Kuppelbaus wurde ebenfalls von Julius Rauschdorff prachtvoll gestaltet.  Der Dom beherbergt die Familiengruft der Hohenzollern. In ihr wurden über fünf Jahrhunderte alle Fürsten der Hohenzollern beigesetzt. In prunkvoll ausgestatteten Särgen sind auch Friedrich I. und seine Gattin bestattet. Mit seiner dominanten Gestalt gehört der Dom heute zu den Anziehungspunkten Berlins. Der Hauptfront des Doms an der Lustgartenseite ist eine Säulenhalle mit einer Granittreppe vorgelagert. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Berliner Dom sehr stark zerstört. Nach dem fast beendeten Wiederaufbau sind die verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie die  Hohenzollerngruft, das Dommuseum und die Tauf- und Traukirche wieder zu besichtigen. Oft wird der Berliner Dom als das „Eingangstor zur Museumsinsel“ bezeichnet. Der Ausblick vom Kuppelgang zeigt die exponierte Lage des Kirchenbaus in der historischen Mitte Berlins. Touristen werden für den etwas beschwerlichen Aufstieg über mehr als 250 Stufen mit einem Blick auf die Museumsinsel, den Reichstag, den Gendarmenmarkt, und das Rote Rathaus belohnt. Der Dom hat eine bis 1450 zurückreichende Geschichte und war stets eng mit dem nahe liegenden kurfürstlichen Hohenzollern-Schloss zu Cölln verbunden. Im Zweiten Weltkrieg wird der Dom durch Luftangriffe mehrfach und schwer beschädigt.  Nach dem Krieg werden die Schäden nur provisorisch ausgebessert. Gottesdienste wurden seit Herbst 1945 in der Krypta abgehalten. Hier fanden später auch Konzerte statt. 1980 wird die restaurierte Tauf- und Traukirche wieder eröffnet,1983 finden die Außenarbeiten am Dom ihren Abschluss.