Archiv für die Kategorie ‘Budapest’

Die Vajdahunyad Burg

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Budapester Vajdahunyad Burg befindet sich auf dem Gelände des Budapester Stadt-wäldchens. Am Ende der Berühmten Budapester Boulevardstraße, der Andrássy Straße be-findet sich der sogenannte Heldenplatz, der das Eingangstor zum Stadtwäldchen, einem im Jahr 1810 angelegten Park, darstellt.

Die Vajdahunyad Burg entstand im Jahre 1896 anlässlich der Milleniumsfeierlichkeiten. Bau-herr der Burganlage war der ehemalige Architekt Ignác Alpár. Die Burg entstand nach dem Vorbild der Feste Johann Hunyadi in Rumänien. Wie auch bei der Feste, ist die Burg über ein großes beeindruckendes Burgtor im gotischen Stile zugänglich. Zwei große Türme an beiden Seiten des Eingangs wirken äußerst beeindruckend. Die Burganlage an sich, mit ihrem großzügig angelegten Burghof wurde im klassischen Barockstil errichtet. Die Burgkapelle hingegen im romanischen Stil. Die Architektur der Burg ist damit eine Ansammlung ver-schiedenster Stilrichtungen. Dies war auch die Schwierigkeit des damaligen Architekten, der damit ein einzigartiges Werk erschaffen hat.

In dem Burgenareal befinden sich weiterhin Nachbauten diverser Kirchen. In den Gemäuern eines Gebäudeteils ist das ungarische Landwirtschaftsmuseum beherbergt, das seines zei-chens das größte Landwirtschaftsmuseum Europas darstellt. Hier werden die Entwicklungs-phasen der ungarischen Landwirtschaft dargestellt. Weiterhin sind altertümliche Maschinen und Geräte zu besichtigen.

Aber auch Themen wie Weinbau, Fischerei, Jagd, uvm. werden ausgiebig behandelt. Hierbei finden ständig wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen statt, bei denen auch ganz besonders die Kinder berücksichtigt werden. Wie alle Museen in Budapest hat auch das Landwirtschaftsmuseum Montags geschlossen. An den restlichen Wochentagen kann es werktags jeweils von 10 - 16 Uhr und wochenends von 10 - 17 Uhr besichtigt werden.

Für Touristen sehr zu empfehlen ist ein Besuch der Vajdahunyad Burg bei Nacht. In dem vor der Burg künstlich angelegten See spiegelt sich die beleuchtete Burg und bietet somit ein wunderschönes und sehenswertes Spektakel. Bei Nacht wirkt die Burg wie ein wundervolles Märchenschloss.

Budapests Haus des Terrors

Mittwoch, 18. Juni 2008

Das Budapester Haus des Terrors befindet sich in Budapests Pracht- und Boulevardstraße der Andrássy Straße, Hausnummer 60. Es ist ein Mahnmal der ungarischen Geschichte. Das Gebäude wurde im Jahre 2002 eine Gedenkstätte an die Opfer der ungarischen Diktaturen. Mahnend ist es von einem schwarzen Rahmen in den das Wort „Terror“ gestanzt wurde ummantelt. In dem Gemäuer selbst befindet sich seitdem ein für jedermann zugängliches Museum, das seit seiner Eröffnung von Frau Dr. Mária Schmidt, der eigentlichen Initiatorin geleitet wird.

Das Gebäude an sich entstand im Jahre 1880 und wurde wie viele Gebäude in Budapest im klassischen Neorenaissancestil erbaut. Nach Fertigstellung diente das Haus vorwiegend als Gefängnis des ungarischen Staatssicherheitsdienstes. Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges diente es der ungarischen Pfeilkreuzlerpartei. Während des zweiten Weltkrieges wurde es als „Haus der Loyalität“ von der Sicherheitspolizei besetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg beschlagnahmte der Geheimdienst das Gebäude und führte hier Verhöre und Folter durch.

Das heute besuchbare Museum ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil erinnert an die grauenhaften Taten der Pfreilkreuzler die eine Vielzahl von Menschen quälten und töteten.
Der zweite Teil erinnert an die Taten des Staatssicherheitsdienstes.

Hier findet man eine beeindruckende Ausstellung von Dokumenten sowie Tonaufnahmen aus vergangener Zeit, die damaligen Verhältnisse wiederspiegeln und einem bildhaft vor Augen führen.

Da das Museum an der bekannten Andrássy Straße gelegen ist, ist die Verbindung mit öf-fentlichen Verkehrsmitteln äußerst günstig. Für Touristen empfehlenswert ist die Anreise mit der U-Bahn. Wie viele Museen in Budapest hat das Haus des Terrors ebenfalls Montags geschlossen. An allen anderen Wochentagen können die Ausstellungen von 10 - 18 Uhr be-sichtigt werden. Internationales Publikum findet einen Großteil der Tonaufnahmen selbstver-ständlich auch in englischer Sprache.

Die Ungarische Staatsoper

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die ungarische Staatsoper ist an der einmaligen Budapester Pracht- bzw. Boulevardstraße, an der sogenannten Andrássy Straße - Hausnummer 22 -  im ehemaligen Stadtteil Pest gelegen. Das Opernhausgebäude ist ein wahrer Prachtbau. Auch hier war der seinerzeit berühme ungarische Architekt Miklós Ybl verantwortlich für die Bauplanung. Nach einer knapp neun jährigen Bauphase wurde das Opernhausgebäude sodann im Jahre 1884 fertiggestellt.
Damit gilt das Gebäude der ungarische Staatsoper als eines der ältesten Operngebäude der Welt.

Das Gebäude wurde im Neorenaissance Stile erbaut und gilt seither als beispielhaftes Bau-werk für diese Zeit. Auf Grund Ihres wunderschönen und einmaligen Baustils wird das über die Grenzen Ungarns hinaus bekannte Gebäude der ungarischen Oper auch als schönstes Opernhaus der Welt bezeichnet. Im Innenraum des Opernhauses befinden sich zahlreiche barocke Elemente sowie Wandgemälde und Skulpturen. Die von den Zuschauern betretbaren Räume wie der Zuschauerraum, die Salons oder das Foyer sind in den kräftigen Farben Gold und Rot gehalten und mit Marmor verkleidet.

Der ehemalige Dirigent und Leiter des damaligen ungarischen Nationaltheaters Ferenc Erkel wurde als Schöpfer der Staatsoper erster Direktor der selbigen. Bei der Erstvorstellung, die aus Teilen Richard Wagners Lohengrin und Ferenc Erkels bestanden, war sogar der damalige König Franz - Joseph I. anwesend.

Das Amt als Opernhausdirektor gab Erkel im Jahre 1888 an den bekannten österreichischen Komponist Gustav Mahler ab. Mahler modernisierte die Oper bedeutend. Unter anderem verjüngte er das damalige Ensemble und erweiterte es maßgeblich. Weiterhin nahm er entscheidend Einfluss auf das damalige Programm. In sei-nem Direktorenamt wurde er im Jahre 1891 von Arthur Nikischs abgelöst, der besonders eng mit dem italienischen Komponisten Giacomo Puccini zusammenarbeitete.

Nach dem erfolgreichen Überstehen zweier Weltkriege und einer damit verbundenen kurzen unfreiwilligen Zwangspause wurde das Opernhaus im Jahre 1980 umgebaut und nach einer Bauphase von vier Jahren für die Zuschauer wieder eröffnet und kann von jedermann besucht werden.

Die Andrássy Straße

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Pariser Champs - Élysées ist eine der weltbekanntesten Pracht- bzw. Boulevardstraßen. In New York ist es die 5th Avenue, in Los Angels der Rodeo Drive, in Berlin etwa der Kur-fürstendamm oder in München die Maximilianstraße. So hat auch die Landeshauptstadt und Millionenmetropole Budapest eine Prachtstraße die den Namen Andrássy Straße trägt. Die Andrássy Straße bekam Ihren Namen nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten Graf Gyula Andrássy nach Fertigstellung im Jahre 1886. Als Architekt wurde auch hierfür der seinerzeit berühmte Miklós Ybl beauftragt.

Ihre Gesamtlänge beträgt ca. drei Kilometer, die sich jedoch in drei unterschiedliche Ab-schnitte gliedert. Im ersten Drittel der Straße der in Budapests Innenstadt beginnt sind vor-nehmlich Wohnhäuser, sowie Geschäftshäuser zu finden. Der zweite Abschnitt ist nahezu doppelt so breit wie der Erste, da eine weitere Fahrbahn und eine zweite Baumreihe hinzu-kommt. Im letzten Drittel der Straße, das erst am berühmten Budapester Heldenplatz bzw. Stadtwäldchen endet, findet man die prächtigen Villenanlagen der reichen Budapester Be-völkerung in offener Bauweise.

Die Andrássy Straße erreicht man hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da unter ihr die U-Bahn Linie 1 verläuft. Als ganz besonderes Gebäude gilt das im Jahre 1890 gegründete Budapester Postmuseum, das gleich zu Beginn der Andrássy Straße (Hausnummer 3) aufwartet.

Hier findet man zahlreiche interessante Ausstellungen im Bereich Post- und Fernmeldewesen. Das wunderschöne über die Grenzen Budapests hinaus bekannte Opern-haus ist auch an der Andrássy Straße gelegen. Man findet es auf Höhe der Hausnummer 22.
Äußerst sehenswert ist auch das Ballettinstitut, das Goethe Institut, das Haus des Terrors sowie die Musikakademie, die Akademie der bildenden Künste und die alte Kunsthalle sowie die alte Kunstakademie an der Andrássy Straße. Weiterhin gibt es auch noch zahllose Gast-stätten und Vergnügunslokale.

Ähnlich wie in New York gibt es auch in Budapest einen „Theater District“, das sogeannte Theaterviertel oder auch als „Pester Broeadway“ bezeichnet rund um die Boulevardstraße.

Budapest - Die Kulturstadt Ungarns

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Millionenmetropole Budapest ist nicht nur Ungarns Landeshauptstadt, vielmehr ist sie mit Ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten auch Ungarns Kulturhaupt-stadt. Hervorzuheben sind hierbei unter anderem auch die Prachtbauten wie zum Beispiel die Budapester Oper, die auch als „schönste Oper der Welt“ tituliert wird. Das Operngebäude stammt aus dem Jahre 1884 und wurde von dem berühmten Architekten Miklós Ybl im Neo-renaissance Stil erbaut.

Ein weiteres absolutes Kulturhighlight stellt die Budapester Musikakademie dar. Die Grün-dung der Akademie erfolgte im Jahre 1875. Das mit einem wundervollen Innenleben aus-gestattete Gebäude entstand jedoch erst im Jahre 1907. Im Inneren befinden sich zwei Säle. Der kleine Saal umfasst nahezu 500 Besucher, während im großen Saal mehr 1.200 Zuhörer Platz finden. Heutzutage ist die Akademie offiziell die bekannteste und über die Grenzen Budapests hinaus angesehenste Musikhochschule Ungarns. Weiterhin ist sie Ungarns Zent-rum des Konzertlebens.

Über das Jahr verteilt finden in Budapest unzählige Open Air Veranstaltungen statt. Bei-spielsweise gelten als jährliche kulturelle Höhepunkte die Frühlings- und Herbstfestivals. Hier treten sowohl nationale als auch berühmte internationale Künstler aus Musik- und Filmszene auf. Neben diesen Veranstaltungen finden ganzjährig auch Operetten, Theater- und Ballett-vorstellungen sowie Musicals statt. Das Budapester Madách Theater präsentiert ganzjährig das berühmte Stück „Phantom der Oper“.

Für Internationales Publikum ist auch das Merlin Theater eine besonders gute Anlaufstelle, da hier die Stücke in den verschiedensten Sprachen - vornehmlich jedoch in Englisch - aufgeführt werden.

In Budapest gibt es zudem zahllose Museen mit nationalen sowie internationalen Ausstel-lungen zu bestaunen. Neben den bekannten Museen gibt es allerdings auch noch soge-nannte Ausstellungsräume, die im Gegensatz zu Museen keine eigenen Exponate besitzen.
Als weiteres Kulturgut Ungarns gilt auch die im Jahre 2000 umgebaute und völlig moderni-sierte Ervis Szabó Zentralbibliothek, die sich seit dem zunehmender Beliebtheit erfreut.

Die Budapester Bahnhöfe

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die drei bedeutenden Bahnhöfe Budapests sind der Ostbahnhof, der Westbahnhof und der Südbahnhof. Sie stellen das Drehkreuz Budapests dar uns sind für Geschäftsreisende und Touristen von größter Bedeutung.

Der größte und wichtigste Bahnhof Budapests ist der Ostbahnhof, da dieser von der Mehr-zahl der internationalen Zügen angefahren wird. Er erhielt den Namen „Keleti pályaudvar“. Die Bezeichnung Ostbahnhof trägt der Bahnhof auf Grund seiner geographischen Lage im Osten der Stadt im Stadtteil Pest. Fertiggestellt wurde der Bahnhof nach vierjähriger Bau-phase im Jahre 1884. Die Bauplanung oblag dem damaligen Architekten Gyula Rochlitz. Im Jahre 1998 wurde die Fassade des Ostbahnhofs erstmals restauriert.

Der Budapester Westbahnhof liegt hingegen nicht im Westen der Stadt, vielmehr ist auch dieser im ehemaligen Stadtteil Pest gelegen. Der Westbahnhof erhielt die Bezeichnung „Ny-ugati pályaudvar“ und ist der zweitgrößte Bahnhof Budapests. Die Bezeichnung Westbahn-hof stammte daher, da zum damaliger Zeit von hieraus ein Großteil der Züge in Richtung Westen fuhr. Besonders Auffällig ist die Architektur des Bahnhofsgebäudes. Nach vierjährige Bauphase wurde des im Jahre 1877 fertiggestellt. Die Bauplanung übernahm die Firma Eiffel & Cie. die einige Zeit später durch den Bau des Eiffelturms in Paris bekannt wurde. Das Bahnhofsgebäude ist durch eine große Glasfassade geprägt. Die Gesamtlänge des Gebäudes beträgt ca. 145 Meter, die Weite ca. 40 Meter sowie die Hallenhöhe ca. 25 Meter. Im Inneren des Bahnhofsgebäudes befinden sich mehrere Restaurants sowie diverse Fastfood Ketten, denen man im Jahre 1990 die komplette Renovierung des alten Gebäudes zu verdanken hat.

Der kleinste der drei internationalen Bahnhöfe Budapests ist der sogenannte Südbahnhof, auch „Déli pályaudvar“ genannt. Der Bahnhof befindet sich im Stadtteil Buda, in unmittelba-rer Nähe der königlichen Burg. Seinen Namen erhielt der Bahnhof nicht auf Grund seiner geographischen Lage sondern vielmehr daher, dass zu jener Zeit die Züge von dort aus vor-nehmlich in Richtung Süden fuhren.

Die Sankt - Stephans – Basilika

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die berühmte Sankt - Stephans - Basilika wurde im Jahre 1905 im ungarischen Stadtteil Pest fertiggestellt und stellt seitdem bis zur heutigen Zeit die größte Kirche Budapests dar. Insge-samt können im Inneren der Kirche weit über 8.000 Menschen beherbergt werden. Die Ge-samthöhe des imposanten Bauwerks beträgt 96 Meter. Mit dem Bau der Kirche wurde bereits im Jahre 1851 begonnen. Während der Bauphase entdeckte man bereits einige Fehl-konstruktionen, sodass die gesamte Bauzeit weit über fünfzig Jahre betrug. in dieser Zeit waren insgesamt drei Architekten (József Hild, Miklós Ybl, József Kauser) mit dem Bau be-auftragt. Unter József Kauser wurde die Kirche dann endgültig fertiggestellt.

Der Bau der Basilika war ursprünglich dem ersten Ungarischen König, König István I. gewidmet. Ein besonderes Merkmal des Gotteshauses ist die imposante Kuppel in der Gott, Jesus und Engel dargestellt werden. Über ein Treppenhaus gelangt man auf die Balustrade der Kuppel. Von hieraus hat man ein einmaliges 360 Grad Panorama über die gesamte Stadt. Es ist daher eine der begehrtesten Aussichtsplattformen der Stadt Budapest. Im Inneren der Basilika ist außerdem eine Skulptur des heiligen Gellért mit Emeryka zu finden. Weiterhin findet man unzählige kleinere Skulpturen und Malereinen. Im Eingangsbereich findet man das sogenannte „Tympanon“ auf dem die Jungfrau Maria und weitere heilige dargestellt sind.

Am 20. August eines jeden Jahres findet in Ungarn das Fest des heiligen Stephans statt. Hierbei reisen viele Gläubige nach Budapest um die Basilika zu besuchen, da hier die heilige rechte Hand, der mumifizierte rechte Arm, des ehemaligen Königs Stephan in der Kapelle des Heiligen Leopolds aufbewahrt wird.

Die berühmtesten Kunstwerke der Großkirche sind vor allem das Gemälde von Gyula Benczúr auf dem dargestellt wird, wie der Heilige Stephan das Land Ungarn in die Obhut der Jungfrau Maria gibt, sowie die Denkmäler von Alajos Stróbel.

Die große Synagoge zu Budapest

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Große Synagoge, auch Synagoge der Dohány Straße genannte, stellt Europas größte Synagoge dar. Ihre beiden Türme ragen 44 Meter über den Erdboden, während ihr Innen-raum über 1.200 Quadratmeter misst. Die Synagoge stellt ein jüdisches Gotteshaus vor allem für Gebete, Lesungen und Studien dar. Eine Synagoge unterteilt sich grundsätzlich in einen größeren Gebetsraum und mehreren kleineren Räume als Studier- oder Lehrräume. Im Inneren der Synagoge werden Tora Rollen für die jeweiligen Verlesungen aufbewahrt. Wei-terhin befindet sich im Inneren eine symbolische Gebotstafel. Im Judentum gibt es allerdings 248 Gebote und 365 Verbote. An der Seitenwand des Tempels ist ein Denkmal für Raoul Wallenberg angebracht, welcher zu Zeiten des zweiten Weltkrieges unzählige ungarische Juden gerettet hatte. Wallenberg war seinerzeit schwedischer Diplomat.

Weiterhin im Inneren findet man das sogenannte „ewige Licht“ Es signalisiert die ewige Ver-bundenheit der Juden zu Gott. In der Mitte des großen Saales befindet sich ein Lesepult. Auch der bekannte jüdische siebenarmige Leuchter ist in jeder Synagoge zu finden. Allgemein gilt für Synagogen, dass diese nicht nur zum Gottesdienst dienen. Viel mehr dienen sie auch der Bildung Erwachsener und Kindern. Auch andere (Gemeinde-) Veranstaltungen werden dort abgehalten.

Die große Synagoge zu Budapest ist im ehemaligen Judenviertel, in dem auch heutzutage noch viele Juden ansässig sind beherbergt. Mit der Bauplanung der Synagoge wurde seinerzeit der österreichische Architekt Ludwig Christian Friedrich von Förster beauftragt, der diese im maurischen Stil plante. Förster plante im Anschluss an dieses Objekt auch noch weitere Synagogen, wie zum Beispiel die berühmte Synagoge Miskolc. Die Innenarchitektur der Budapester großen Synagoge wurde jedoch von Friedrich Feszl geplant. Die endgültige Fertigstellung des großen Tempels erfolgte sodann im Jahre 1859. Neben der großen Synagoge befindet sich heutzutage das jüdische Museum das im Jahre 1931 nach den Plänen von László Vágó entstand. Hierin ist die gesamte Geschichte des ungarischen Judentums zu bestaunen. Weiterhin verfügt es über eine äußerst wertvolle Judaika Sammlung.

Die Budapester Freiheitsbrücke

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Budapester Freiheitsbrücke (eine Auslegerbrücke), die ursprünglich den Namen des Kaisers „Franz - Joseph Brücke“ trug, stellt eine weitere Sehenswürdigkeit Ungarns dar. Sie ist genau wie die Kettenbrücke ein Wahrzeichen Budapests, da sie eine von neun Brücken der Stadt ist, welche die Donau überspannt. Die Freiheitsbrücke wurde nach ca. zweijähriger Bauzeit im Jahre 1896 fertiggestellt. Den letzten Hammerschlag nahm der ehemalige Kaiser Franz - Joseph höchst persönlich vor. Eine ausgetauschte, hinter Glas verschlossene Niete, mit den Initialen F. J. erinnert noch heute an dieses Ereignis, das damals zum 1000. Jahrestag der Landnahme stattfand. Die Freiheitsbrücke verbindet den Budaer Gellért tér mit dem Pester Kleinen Ring.

Für die Bauplanung wurde seinerzeit der hoch angesehene ungarische Architekt und Inge-neur János Feketeházy beauftragt. Die Brücke umfasst eine Gesamtlänge von 333 Metern und eine Breite von über 20 Metern. Nach dem Vorbild der Kettenbrücke ruht auch dieser Stahlkoloss auf nur zwei Eisenpfeilern. Über diesen eisernen Toren wurden vier sogenannte „Turul – Vögel“ mit ausgebreiteten Schwingen in Form von Statuen angebracht. Die Vögel sitzen jeweils auf goldenen Kugeln. Diese Wahrzeichen stellen auch die große Besonderheit dieser Brücke dar. Einer Sage zufolge hat ein Turul Vogel die Stammesmutter des ungari-schen Königsgeschlechtes befruchtet. Touristen werden an vielen Stellen und Plätzen Un-garns mit diesen Urvögeln aus Bronze konfrontiert.

Genau wie ein Großteil der Budapester Brücken wurde auch die Freiheitsbrücke im zweiten Weltkrieg nicht verschont. Sie fiel im Januar des Jahres 1945 den deutschen Sprengkom-mandos zum Opfer. Sie war allerdings von allen Brücken am besten erhalten und wurde demnach als erste Brücke wieder aufgebaut. Bereits im August des Jahres 1946 war die Brücke wiederhergestellt. Die Turul - Vogel Statuen sowie das Königswappen und die alten wertvollen Ornamente waren erstaunlicherweise noch alle im Original vorhanden.

Die Kettenbrücke

Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Budapester Kettenbrücke ist als eines der bekanntesten Bauwerke ein Wahrzeichen Un-garns und daher eine weitere bei Touristen äußerst beliebte Sehenswürdigkeit, deren Be-sichtigung in keinem „Sightseeing - Tour – Programm“ fehlen darf. Wie so viele der Buda-pester Brücken (neun an der Zahl), überspannt auch die Kettenbrücke die Donau, welche die Landeshauptstadt Budapest in zwei Hälften teilt. Die Besonderheiten dieser Brücke sind unter anderem die vier riesig großen steinernen Löwenstatuen aus dem Jahre 1885, von denen jeweils zwei an beiden Brückenenden platziert wurden.

Mit dem eigentlichen Bau dieser Kettenbrücke (Hängebrücke) wurde bereits im Jahre 1839 begonnen. Wie für diese Zeit üblich, dauerte es bis zur endgültigen Fertigstellung jedoch ein gutes Jahrzehnt. Eingeleitet wurde der Bau durch den Reformpolitiker Graf István Széchenyi, nach dem die Brücke dann auch schließlich benannt wurde. Die Baupläne der Brücke wurden von dem Engländer William Tierney Clark erstellt, der bereits die bekannte Themsebrücke entwarf. Die Bauausführung lastete jedoch auf den Schultern von Adam Clark.

Der Bau der Brücke war eine architektonische Meisterleistung. Die Brücke ist 375 Meter lang, und 12,5 Meter breit und wird von nur zwei bogenartigen Pfeilern getragen. Das Ge-wicht der Brücke wird nach mehrmaliger Verstärkung der Brückenkonstruktion (auf Grund des ständig zunehmenden Verkehrsaufkommens) auf ca. 5.000 Tonnen geschätzt.

Die Kettenbrücke verbindet die Pester Innenstadt, die das Zentrum Budapests darstellt, mit dem Budaer Burgberg, das sowohl das Kultur- als auch Touristenzentrum darstellt. Diese Brückenstraße stellt damit für Budapest eine elementare Wirtschafts- und Handelsstraße dar.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Kettenbrücke bedauerlicherweise nahezu vollständig zer-stört. Zum 100 jährigen Jubiläum im Jahr 1949 wurde jedoch mit der Rekonstruktion begon-nen. 1957 erhielt die Kettenbrücke erstmals eine Beleuchtung. Im Jahre 1999 wurde die Brü-cke komplett neu beleuchtet. Sie hebt sich somit auch Nachts bei Dunkelheit von dem eigentlichen Stadtbild Budapests deutlich ab und ist keinesfalls mehr zu übersehen.