Luxor
Grünes, fruchtbares Land säumt die Ufer des Nil in der arabischen Wüste. Dort, am Ostufer des längsten Stromes der Welt, in Oberägypten, liegt Luxor, die Stadt der Paläste. Von den Griechen wurde der Ort das hunderttorige Theben genannt. Das Gebiet gehört zu den archäologisch bedeutendsten Stätten der Welt und zählt zum Weltkulturerbe.
Luxor hat knapp 150 000 Einwohner und besitzt einen internationalen Flughafen. Es ist an das ägyptische Schienennetz angeschlossen und liegt an der längsten Fernverkehrsstraße des Landes. Die Stadt hat einen belebten Basar und eine sehenswerte Altstadt. Es werden Kutschfahrten durch Alt-Luxor angeboten. Auf den bunten Märkten halten die Händler Früchte und aromatische Gewürze feil.
Die Reste der monumentalen Tempelanlagen von Theben, dem Sitz vieler Könige und Pharaonen der Antike, machen Luxor zu einem Mekka für Touristen aus aller Welt und zum Höhepunkt vieler Nilkreuzfahrten. Im Zentrum der Stadt Luxor befindet sich der weltberühmte Luxor-Tempel. Er war dem Gott Amun geweiht. Sämtliche Herrscher der Antike hinterließen im Laufe der Jahrtausende ihre baulichen Spuren an der Anlage des Heiligtums. Am Eingangstor des Tempels, dem sogenannten Pylon, befindet sich eine Sitzstatue des Erbauers Ramses II. Einige Teile der Sphinxenallee die den Luxor-Tempel früher mit dem 2,5 km entfernten Karnak-Tempel verbanden, sind heute noch erhalten.
Der Karnak-Tempel ist kein Tempel im üblichen Sinne, sondern eine monströse Tempelstadt. Fast alle ägyptischen Könige, bis zu den Römern, haben dort eigene Paläste hinzugefügt. Auch der Tempel von Karnak wurde zu Ehren des Gottes Amun erbaut. Durch zehn gigantische Pylonen wird man in imposante Höfe und Säulenhallen mit beeindruckenden Mosaiken geführt.